Die Ermordnung von Kaʿb ibn al-Aschraf

Kaʿb ibn al-Aschraf war ein Dichter jüdischer Abstammung, der sich gegen den Propheten Muhammad insbesondere nach der Schlacht von Badr stellte. Zu diesem Zweck verfaßte er in Mekka einige Gedichte, in denen er das Vorgehen Muhammads kritisierte. Muhammad, der sich von niemandem kritisieren lassen wollte, fragte seine Anhänger, wer bereit sei, Kaʿb ibn al-Aschraf umzubringen. Darauf meldete sich Muhammad ibn Maslama freiwillig, der mit einigen Gefährten eine List plante, durch die er zuerst Kaʿbs Vertrauen gewann, indem er sich als Feind Muhammads ausgab, um ihn schließlich mit einem Dolch zu ermorden. Die Geschichte der Ermordung kann man in der Prophetenbiographie von Ibn Ishaq und der Sammlung der Prophetensprüche von Buchari nachlesen.

Aus dieser Geschichte leiten die Muslime zwei wichtige Prinzipien ab. Zum einen, es ist verboten, den Propheten zu beleidigen. Wobei der Begriff der Beleidigung sehr dehnbar ist. In der Praxis reicht es, nicht anzuerkennen, daß Muhammad der Gesandte Gottes ist, um ihn beleidigt zu haben. Das zweite Prinzip ist, daß es im Krieg erlaubt ist, zu lügen, ja sogar vorzutäuschen, daß man kein Anhänger Muhammads sei, wenn dadurch der Sache des Islams gedient werden kann.

Der Herr gebraucht in diesen Tagen die Gräueltaten des Islamischen Staats aber auch die Möglichkeit, durch das Internet die Quelltexte des Islams, das heißt die Texte, die das Leben des Propheten wiedergeben, selbst zu lesen. Dadurch wird deutlich, daß der Islamische Staat eigentlich nur die Sunna, die Handlungsweise des Propheten, imitiert. Viele Muslime werden so zum ersten Mal mit den wahren Wurzeln ihrer Religion konfrontiert, mit dem Ergebnis, daß sie sich entweder vom Glauben ganz abwenden oder Christen werden.

Jesus sprach: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch freimachen!“ (Johannes 8:32). Das Evangelium braucht sich nicht davor zu fürchten, aufgedeckt zu werden. Das Leben von Jesus war so vorbildhaft, daß ihm selbst seine Feinde keine Sünde vorwerfen konnten (Johannes 8:46). Dieses vollkommene Leben Jesu, sein perfekter Gehorsam gegenüber Gott und seinem Gesetz, wird jedem zugeschrieben, der ihn im Glauben als Herrn und Retter annimmt. Die Wahrheit des Evangeliums wird sich auch immer wieder bahnbrechen, weil sie durch die Bibel und das Leben der Christen bezeugt wird. Damit wird das arabische Sprichwort im Beitragsbild erfüllt: Die Wahrheit setzt sich durch und kann nicht unterdrückt werden.

Kommentar verfassen