Das Wohlstandsevangelium

John Piper äußert sich in diesem Ausschnitt aus einer Predigt mit sehr deutlichen Worten zu dem Wohlstandsevangelium. Es sei nicht das wirkliche Evangelium. Trotzdem würde es von Amerika nach Afrika und Asien (und nach Europa) exportiert werden. Das Versprechen wäre, wenn du diese Botschaft glaubst, werden deine Schweine nicht sterben, deine Frau keine Fehlgeburt und du teure Ringe und Mäntel haben. Der Grund, warum dieses Evangelium so entsetzlich sei, bestünde darin, daß niemand aufgrund des Reichtums der Christen auf die Schönheit und Genügsamkeit Christi hingewiesen werden würde. Die Menschen würden Jesus aus den falschen Gründen annehmen. Das wäre Götzendienst und nicht das Evangelium. Man würde die Gaben über den Gabenschenker erhöhen. Was Jesus wirklich als schön erscheinen lassen würde, wäre das Festhalten an der Genügsamkeit Gottes mitten im schwersten persönlichen Leid. Das Vertrauen auf seine Güte und Fürsorge gerade in schweren Zeiten. Ein Glaube, der wie der Psalmist, allein auf Gott vertraut und ihn wertschätzt:

Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden! Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibt doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil. Psalm 73:25,26

Gott selbst ist das Evangelium, nicht seine Gaben. Die gute Nachricht vom Tod und der Auferstehung Jesu verheißt uns persönliche Nähe und Gemeinschaft zu unserem Gott und Vater (Epheser 3:12). Alle Gaben Gottes, wie Vergebung, Gebetserhörung, Gemeinschaft mit anderen Christen, die Auferstehung und der Himmel sind nur Mittel zu dem letzten Zweck, daß wir in die Gegenwart und die Gemeinschaft dieses herrlichen Gottes kommen und uns an ihm erfreuen.

Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten, mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen, daß ich komme zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist. Psalm 43:3,4

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