Die Verniedlichung des Kreuzes

Daß das Kreuz heute eher als nettes Schmuckstück und Zierde für Kirchengebäude bekannt ist, statt als Folterinstrument auf dem Jesus starb, davon wußte schon Manfred Siebald in seinem Lied „Das kleine Kreuz“ zu singen. Vergessen sind der Schmutz und das Blut, das Jesus dort vergoß, um für unsere Sünden zu bezahlen. Geblieben ist die Erinnerung an einen guten Menschen, der irgendetwas mit der Gründung des Christentums zu tun hatte.

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft. (1. Korinther 1:18)

Am Kreuz nahm Jesus unsere Schuld auf sich und ertrug den Zorn Gottes, der die gerechte Folge unserer Übertretungen ist. Jesus wurde ausgepeitscht, erniedrigt und verhöhnt, weil unsere Sünden genau diese Behandlung verdient hatten.

Auch euch, die ihr tot waret durch die Übertretungen und den unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, hat er mit ihm lebendig gemacht, da er euch alle Übertretungen vergab, dadurch, daß er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete. (Kolosser 2:13-14)

Das Kreuz ist also nichts „blankpoliertes“, „handliches“ oder „süßes“, sondern der Ort, an dem der Sohn Gottes litt und für unsere Sünden Sühnung erwirkte. Es ist weniger ein schickes Anhängsel als eine Erinnerung an die größte und schwierigste Tat der Geschichte; und ein Aufruf, auch unser Kreuz auf uns zu nehmen und diesem Gekreuzigten zu folgen.

Er sprach aber zu allen: Will jemand mir nachkommen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie retten. (Lukas 9:23-24)

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