Islamischer Antisemitismus

Die Feindschaft der Muslime gegenüber den Juden ist zunächst religiös begründet, bevor sie von aktuellen politischen Auseinandersetzungen entzündet wird. Das wird unter anderem in dieser Predigt eines islamischen Geistlichen aus Rafah deutlich. Er begründet seinen Aufruf zum Mord an den Juden nicht mit aktuellen Mißständen im Verhalten Israels, sondern mit Texten aus dem Leben Muhammads. Die Feindschaft des Propheten gegenüber den Juden, die er religiös begründet und im Koran verewigt hat, wird zum Ausgangspunkt des Hasses der Muslime, der seit 1400 Jahren eine ganze Bevölkerungsgruppe trifft.

Der muslimische Geistliche zitiert aus den Hadithen, die, sofern sie als zuverlässig-überliefert eingestuft werden, für die Muslime die gleiche Autorität wie der Koran haben. Muhammad hat aufgrund eines angeblichen Befehls des Erzengels Gabriel den jüdischen Stamm der Banu Quraiza angegriffen. Nachdem der Stamm von den Armeen Muhammads überwältigt wurde, ließ der Prophet durch Sa’d ibn Mu’adh alle Männer des Stammes töten, ihren Besitz aufteilen und die Frauen und Kinder in die Sklaverei verkaufen.

Als der Stamm der Banu Quraiza bereit war, Sa’ds Urteil anzunehmen, sandte der Gesandte Allahs zu Sa’d, der bei ihm war. Sa’d kam, auf einem Esel reitend, und Allahs Gesandte sprach zu seinen Gefährten: „Steht auf für euren Führer.“ Dann kam Sa’d und setzte sich neben den Gesandten Allahs, der zu ihm sprach: „Diese Menschen sind bereit, dein Urteil anzunehmen.“ Sa’d erwiderte: “Ich erlasse das Urteil, daß alle ihre Krieger umgebracht und ihre Kinder und Frauen gefangengenommen werden sollen.“ Der Prophet entgegnete: “O Sa’d! Dein Urteil über sie ist wie das Urteil Allahs.“ http://sunnah.com/bukhari/56/249

Es ist anzumerken, daß von diesem Todesurteil kein Jugendlicher oder Erwachsener ausgenommen wurde, egal ob er gekämpft hatte oder nicht.

Der Koran verurteilt die Juden an vielen Stellen ausdrücklich und zeichnet ein festes, verallgemeinerndes Bild von ihnen.

Sicherlich findest du, daß unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind. Sure 5:82

Und die Juden sagen: „Die Hand Allahs ist gefesselt.“ Ihre Hände sollen gefesselt sein, und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. Nein, Seine Hände sind weit offen; Er spendet, wie Er will. Und was auf dich von Deinem Herrn herabgesandt wurde, wird gewiß viele von ihnen in ihrem Aufruhr und Unglauben noch bestärken. Und Wir haben unter ihnen Haß und Zwietracht bis zum Tage der Auferstehung gesät. Sooft sie ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachteten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt nicht die Unheilstifter. Sure 5:64

Sprich: „O Leute der Schrift, ihr grollt uns nur deswegen, weil wir an Allah und an das glauben, was zu uns herabgesandt und was schon vorher herabgesandt wurde, und weil die meisten von euch Frevler sind.“ Sprich: „Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt.“ Sure 5:59,60

Vor dem Hintergrund dieser grundlegenden, religiös begründeten Vorurteile gegenüber den Juden verwundert es nicht, daß Muslime eine tiefe Abneigung gegenüber den Juden im allgemeinen haben, egal an welchem Ort, egal unter welchen Umständen.

Daher läßt sich der Konflikt in Palästina auch erst dann lösen, wenn man die muslimischen Texte selbst hinterfragt und sich von dem Einfluß der islamischen Tradition löst. Muhammad hatte seinen persönlichen Haß gegen die Juden an mehreren Stellen mit einer Eingebung des Erzengels Gabriels begründet. Dieser Haß hat sich nun seit 1400 Jahren in den Herzen der Muslime fortgepflanzt. Es ist Zeit, sich von der Geschichte und dem Einfluß Muhammads zu lösen.

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