3. Spurgeon Konferenz

Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. (Johannes 12:41)

Vom 18. bis 21. Mai 2016 fand die 3. Spurgeon Konferenz in München statt. Andrew Page, Erfinder des Markusexperiments, führte uns Vers für Vers durch das Johannesevangelium. Die beeindruckendsten Momente für mich waren, als er zwischendurch immer wieder dazu aufrief: „Fühlt euch frei, Jesus anzubeten.“

Das ist auch der Hauptgrund, warum Johannes sein Evangelium geschrieben hat. Er möchte unsere Augen für die Herrlichkeit Jesu öffnen, die durch seine Zeichen offenbart wurde, damit in unseren Herzen Glauben erwächst und Anbetung.

Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen. (Johannes 20:31)

Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel anbetend vor ihm nieder. (Johannes 9:38)

Wir sind von Natur aus blind für die Herrlichkeit Christi im Evangelium. Wir sehen in ihm keine schöne Gestalt und fühlen uns von seiner geistlichen Schönheit abgestoßen. Darin besteht die Verlorenheit des natürlichen Menschen und seine Verderbtheit.

Er wuchs auf vor ihm wie ein Schößling, wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. (Jesaja 53:2-3)

Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, so daß ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist. (2. Korinther 4:4)

Gott muß unsere Augen für die Herrlichkeit seines Sohnes öffnen. Dies tut er, indem er uns durch die überlieferten Berichte über Jesu Wesen, Taten und Worte für seine tiefere, geistliche Schönheit erleuchtet.

Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn. (Johannes 2:11)

Gottes Plan war es von Anfang an nicht, die Herrlichkeit seines Sohnes wahllos zu zeigen, sondern er hat sie immer wieder einzelnen und oft unscheinbaren Menschen offenbart.

Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. (Lukas 10:21)

Es ist ein Wunder des Wirkens des Heiligen Geistes, wenn er verlorenen, blinden Menschen die Augen öffnet. Das geschieht aber nicht unvermittelt, sondern immer durch das Wort Gottes. Die Bibel ist der Schauplatz, wo wir die Herrlichkeit Christi sehen können. Wenn wir das Evangelium anderen verkündigen oder selbst im Glauben wachsen wollen, dann müssen wir das Wort Gottes lesen und den Herrn bitten, die Augen unseres Herzens für die Herrlichkeit des Christus zu öffnen.

Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, nicht ab, für euch zu danken und in meinen Gebeten an euch zu gedenken, daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist. (Epheser 1:15-18)

Die Auslegung des Johannesevangeliums durch Andrew Page hat mir wieder neu geholfen, die Herrlichkeit des Sohnes Gottes zu sehen. Ich möchte noch mehr und noch tiefer erkennen, wie groß und wunderbar Jesus Christus ist. Genau dazu hat er mir sein Wort geschenkt und er lädt mich ein, ihn darin zu sehen.

0 Gedanken zu „3. Spurgeon Konferenz

  1. Pingback: Rückblick auf die 3. Spurgeon-Konferenz | TheoBlog.de

Kommentar verfassen