Die Weltseligkeit der Kirche

„Die nationalsozialistische deutsche Führung hat mit zahlreichen Dokumenten unwiderleglich bewiesen, daß dieser Krieg in seinen weltweiten Ausmaßen von den Juden angezettelt worden ist. Sie hat deshalb im Inneren wie nach außen die zur Sicherung des deutschen Lebens notwendigen Entscheidungen und Maßnahmen gegen das Judentum getroffen.

Als Glieder der deutschen Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen evangelischen Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes, der unter anderem die Reichspolizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat, wie schon Dr. Martin Luther nach bitteren Erfahrungen die Forderung erhob, schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen und sie aus deutschen Landen auszuweisen.

Von der Kreuzigung Christi bis zum heutigen Tag haben die Juden das Christentum bekämpft oder zur Erreichung ihrer eigennützigen Ziele mißbraucht oder verfälscht. Durch die christliche Taufe wird an der rassischen Eigenart eines Juden, seiner Volkszugehörigkeit und seinem biologischen Sein nichts geändert. Eine deutsche evangelische Kirche hat das religiöse Leben deutscher Volksgenossen zu pflegen und zu fördern. Rassejüdische Christen haben in ihr keinen Raum und kein Recht…“

Es ist erhellend und oft erschreckend zu lesen, wie die Kirche zu unterschiedlichen Perioden der Geschichte vor dem Zeitgeist kapituliert hat. Sie hat vergessen, daß wir in einer Welt leben, die Christus und sein Evangelium haßt (Johannes 15:18) und in ihren Werten nicht zur Heiligkeit, das heißt zur Liebe Gottes, drängt (1. Johannes 2:15-17).

Deswegen ist es unsere Aufgabe als Christen, unser Denken am Wort Gottes erneuern zu lassen (Römer 12:2). Wir können und dürfen nicht davon ausgehen, daß die Überzeugungen, die uns als absolut natürlich und richtig erscheinen, auch wirklich der biblischen Wahrheit des Evangeliums entsprechen. Ich denke, wenn Christen aus anderen Epochen auf die Kirche unserer Zeit schauen würden, dann würde ihnen sofort die Weltlichkeit in unserem Leben auffallen, für die wir selber blind sind, weil wir wie ein Fisch im Wasser nicht mehr merken, daß wir naß sind.

In dem Versuch, den Glauben der eigenen Generation weiterzugeben, steht die Kirche immer wieder in der Versuchung der Akkommodation: des Veränderns der biblischen Aussagen und des Angleichens des Lebensstils an die zeitgenössische Mode. Die Lösung ist nun nicht ein Zurückgehen auf eine Glaubensäußerung der Vergangenheit, die nur vielfach selbst wieder die Mode ihrer Zeit widerspiegelte. Stattdessen müssen wir immer wieder zurück zum Evangelium und unser ganzes Leben von dort her bestimmen lassen. Das Evangelium ist die ewige Botschaft, die zu jeder Zeit spricht. Es fordert uns heraus aus der Welt und verändert uns, nur um uns dann wieder als ein Licht in die Welt zu senden.

Zu diesem Leben aus dem Evangelium gehört Mut. Der Mut an die Wahrheit Gottes zu glauben, auch wenn sie alle Menschen Lügen straft (Römer 3:4). Es braucht aber auch Glauben an die Kraft dieser Botschaft, die es nicht nötig hat, angepaßt und verwässert zu werden, sondern in sich die Dynamis trägt, Menschen jeden Hintergrunds zu retten (Römer 1:16).

Der Apostel Paulus ruft seinen Schüler Timotheus in seinem letzten überlieferten Brief immer wieder dazu auf, daß Evangelium zu bewahren und mutig zu verkündigen. Timotheus sollte nicht aus Angst oder aus falscher Liebe zur Welt die Botschaft verändern, sondern treu das Wort verkündigen, „sei es gelegen oder ungelegen“ (2. Timotheus 4:2). Diese Botschaft ist das „edle anvertraute Gut“, das er durch den Heiligen Geist bewahren soll (2. Timotheus 1:14).

Wir sollen die Welt lieben, im Sinne, daß wir barmherzig mit ihr sind und wünschen, daß Menschen aus ihr gerettet werden (1. Timotheus 2:3,4). Aber als Kirche dürfen wir zur gleichen Zeit niemals vergessen, daß wir innerhalb eines „gegenwärtigen bösen Weltlaufs“ leben, aus dem uns Christus „herausgerettet“ hat (Galater 1:4). Diese Welt ist voller Abgötter (1. Johannes 5:21) und das letzte, was wir als Kirche tun sollten, ist ihr blind zu folgen.

Wir brauchen eine gehörige Portion Unterscheidungsvermögen, damit wir prüfen können, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist (Römer 12:2). Dazu müssen wir uns vor Gott demütigen und durch seinen Geist verändern lassen. Wir müssen wie David beten:

23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; 24 und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg! (Psalm 139:23-24)

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