Die Wurzeln des Marienkults

Die Anbetung einer sogenannten Himmelskönigin gab es schon im Alten Testament.

Da antworteten dem Jeremia alle Männer, die wußten, daß ihre Frauen fremden Göttern räucherten, und alle Frauen, die dastanden, eine große Gemeinde, auch das ganze Volk, das im Land Ägypten, in Patros wohnte, und sie sprachen: Was das Wort angeht, das du im Namen des HERRN zu uns geredet hast, so wollen wir nicht auf dich hören; sondern wir wollen gewißlich alles das tun, was wir gelobt haben: Wir wollen der Himmelskönigin räuchern und ihr Trankopfer ausgießen, wie wir, unsere Väter, unsere Könige und unsere Fürsten es in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems getan haben; damals hatten wir Brot in Fülle, und es ging uns gut, und wir erlebten kein Unheil! Sobald wir aber aufhörten, der Himmelskönigin zu räuchern und Trankopfer auszugießen, hat es uns überall gefehlt, und wir wurden durch Schwert und Hungersnot aufgerieben. Jeremia 44:15-18

In der hellenistisch-römischen Welt wurde Isis, die göttliche Mutter, angebetet und als Helferin der Menschen angerufen.

Du heilige, ständige Retterin des Menschengeschlechts, die du immer mildtätig bist, die Sterblichen zu erquicken, die süße Zärtlichkeit einer Mutter zeigst du den Armen in ihrem Leid. Kein Tag und keine Nachtruhe, nicht einmal ein kurzer Augenblick vergeht ohne deine Wohltaten, daß du nicht zu Wasser und zu Lande die Menschen beschirmst, die Stürme des Lebens verscheuchst und deine hilfreiche Hand reichst…

Eduard Lohse zieht in seinem Buch zur Umwelt des Neuen Testaments eine direkte Verbindung dieser heidnischen Wurzeln zum Marienkult der katholischen Kirche.

Die göttliche Mutter, der in Prozessionen und gottesdienstlichen Feiern gehuldigt wurde, versinnbildlichte die treue Fürsorge, unter der der Mensch sich vor den Angriffen des Schicksals geborgen weiß. Da ihr Ansehen so weit verbreitet und ihr Ruhm überall gepriesen wurde, konnte in der Auseinandersetzung zwischen den Religionen, wie sie sich in der Spätantike vollzog, das Christentum manche Züge der Isisreligion übernehmen und mit der sich ausbildenden Marienfrömmigkeit verschmelzen.

Die Verehrung, sprich Anbetung, Marias hat zutiefst heidnische Wurzeln. Viele katholische Glaubenslehren und Praktiken entstammen nicht dem Wort Gottes, sondern anderen Religionen. Deswegen war die Reformation nichts Kleines und schon gar kein Fehler, sondern eine Wiederherstellung der biblischen Religion.

Kommentar verfassen