Geheiligt werde dein iPhone …

Oliver Rasche nimmt in einem Kommentar für Die Welt die Anbetung der Applejünger aufs Korn.

Diese Leute, die, wann immer es ihnen möglich ist, in ihr Gotteshaus pilgern, um dort alles durchzukauen und anzunehmen, was ihr Gott und dessen Vertreter auf Erden ihnen einflößt. Sie zeigen Hingabe, sie zeigen echten, wahren, sinnstiftenden Glauben.

Klar, die Rede ist natürlich von diesen Apple-Jüngern, die jetzt wieder sehnsüchtig auf das neue iPhone warten.

Er schließt seinen Artikel sogar mit einer Umdichtung des Vaterunsers auf die Firma Apple ab.

Apple unser in Kalifornien. Geheiligt werde dein iPhone. Dein Stick komme, dein Wille geschehe – wie zu Hause, so auch im Start-up. Und vergib uns unseren Ausflug zu Android, wie auch wir vergeben die sechs Wochen Wartezeit aufs neue iPhone. Denn du bist die Schönheit und Innovation und die Herrlichkeit in Ewigkeit (bzw. bis das neue Modell vorgestellt wird). Haben!

Man fragt sich während des Lesens des Artikels, ob Rasche diese Form der Anbetung eigentlich ablehnt, oder sie nur als Aufhänger benutzt, um über das neue Apple Produkt zu berichten und sie damit in gewisser Hinsicht sogar unterstützt.

Ich finde diesen Artikel, auch wenn er nicht ganz ernstgemeint ist, eine plastische Darstellung von Römer 1:25.

Sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Römer 1:25

Das Herz des Mensch ist anbetend. Entweder wird es den wahren Gott der Bibel durch seinen Sohn Jesus Christus anbeten, oder etwas anderes an dessen Stelle. Dieses andere kann ein technisches Produkt sein, das doch so kärglich im Vergleich zu dem wahren Gott ist. Dennoch kommt das Herz nicht ohne Anbetung aus.

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