Quod non est biblicum, non est theologicum.

Ein zentrales Anliegen der Reformatoren war die Rückkehr zum Wort Gottes, der Bibel. Das Motto „sola scriptura“ drückte aus, daß die Schrift allein die Grundlage für alle theologischen Schlüsse sein sollte. Dazu kam das Prinzip von der Klarheit der Schrift (Perspikuität), welches betonte, daß Gott uns eine Offenbarung gegeben hat, die wir auch verstehen können, und die nicht erst durch Experten gefiltert werden muß.

Ausgehend von diesen Grundüberlegungen kam man zu folgender Überzeugung: Was nicht biblisch ist, ist auch nicht theologisch (quod non est biblicum, non est theologicum). Man wehrte sich gegen theologische Spekulationen, die sich vom Wort Gottes loslösen und nicht mehr durch klare biblische Stellen belegt werden können.

Genau solche theologische Spekulationen finden sich in dem Buch „Die Hütte: Ein Wochende mit Gott“ von William Paul Young, das jetzt auch verfilmt wurde. Dort wird wild über theologische Themen wie die Dreieinigkeit, das Sühneopfer Christi, Gut und Böse, Leid und vieles mehr spekuliert – ohne klaren Bezug zur Bibel.

Lange war man sich unsicher, ob der Autor eigentlich noch als orthodoxer Christ gelten wollte. Diesen Zweifel hat er jetzt mit der Veröffentlichung seines neuen Buchs „Lies We Believe About God“ ausgeräumt. Einfach gesprochen: Alles, was er als Lüge über Gott bezeichnet, haben Christen traditionell geglaubt. Alles, was er als wahr über Gott aussagt, haben Christen traditionell als falsche Lehre eingestuft.

„Zum Gesetz und zum Zeugnis!“ – wenn sie nicht so sprechen, gibt es für sie kein Morgenrot. Jesaja 8:20

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