Ablenkungen vom Glauben

Im Laufe meiner Arbeit mit Studenten und später in der Gemeinde habe ich die Erfahrung gemacht, daß Christen, die gerade im Prozeß sind, im Glauben und in der Nachfolge zu wachsen, auf drei Wegen versucht werden:

  • Eine Beziehung, die sich plötzlich ergibt oder das Interesse daran, so daß nur noch wenig Zeit für Jüngerschaft bleibt bzw. die Versuchung besteht, Entscheidungen zu treffen, die den Glauben kompromittieren.
  • Studium bzw. Arbeit, die plötzlich so wichtig wird und Zeit in Anspruch nimmt, so daß wiederum nur noch wenig Zeit für Jüngerschaft übrigbleibt. Oder man nimmt eine Arbeitsstelle bzw. Studien-/Praktikumsplatz irgendwo auf, wo es keine gute Gemeinde gibt und der Jüngerschaftsprozeß nicht weiter unterstützt werden kann.
  • Irgendeine Sünde aus dem früheren Leben bzw. die Versuchung dazu taucht wieder auf und übt neuen Einfluß aus. Letztlich steht dahinter ein Götze, der seine Macht wieder geltend machen will.

Wir müssen für Menschen, die wir in der Jüngerschaft begleiten, regelmäßig beten, daß sie diesen Versuchungen der Ablenkung nicht erliegen bzw. daß Gott sie wieder zurück zu sich zieht. Auf der anderen Seite müssen wir vor allem in diesen Bereichen wachsam sein und die Angriffe des Teufels vorausahnen. Jesus hat uns nicht im Unklaren gelassen, daß der Same des Worts in der Gefahr steht, erstickt zu werden.

Und die, bei denen unter die Dornen gesät wurde, das sind solche, die das Wort hören, aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach anderen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. Markus 4:18-19

Wenn wir Menschen helfen wollen, mit Jesus zu wandeln, dann müssen wir ihnen helfen, weise Entscheidungen in genau diesen drei Bereichen zu treffen. Sie müssen lernen, im Bereich Beziehung, Arbeit und Studium Jesus an die erste Stelle zu stellen und sich nicht von der Götzen der Welt bestimmen zu lassen. Außerdem müssen sie einen Lebensstil der Buße entwickeln, so daß alte Götzen keinen neuen Fuß in ihrem Herzen fassen können bzw. daß ihr Fuß immer mehr aus der Tür verschwindet.

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