Gottes Sohn überwindet den Teufel

Der große Gegenspieler in J.R.R. Tolkiens Roman „Das Silmarillion“ ist Melkor. Er ist ein Abbild des Teufels aus der biblischen Geschichte. Tolkien schreibt über ihn:

Als letztes kommt der Name Melkor: Er, der in Macht sich erhebt. Aber diesen Namen hat er verspielt; und die Noldor, die von den Elben am meisten unter seiner Bosheit gelitten haben, sprechen ihn nicht aus, weshalb sie ihn Morgoth nennen: den dunklen Feind der Welt.

Er bekam große Macht von Illuvatar (Gott) und er ist ein Zeitgenosse von Manwe. Er hat die gleiche Macht und das gleiche Wissen wie die anderen Valar, aber er gebrauchte sie für böse Ziele und verschwendete seine Stärke auf Gewalt und Tyrannei. Denn er begehrte Arda (die Erde) und alles, was darin war, und wollte die Königsherrschaft von Manwe und die Macht über alle Bereiche seiner Mitspieler an sich reißen.

Er fiel von der Herrlichkeit durch Arroganz und verachtete alles außer sich selbst, ein Geist der verschwenderisch und erbarmungslos ist. Er wendete Verständnis in Gerissenheit um und verdrehte alles gemäß seines eigenen Willens, bis er ein Lügner ohne Scham wurde.

Er fing an mit dem Begehren nach Licht, aber als er es nicht für sich allein besitzen konnte, stieg er durch Feuer und Zorn in einen großen Brand hinab, hinab in die Finsternis. Und diese Finsternis verwendete er am meisten in seinen bösen Werken auf Arda und er erfüllte sie mit Furcht vor allen lebendigen Wesen.

Aber so groß war die Macht seines Aufstands, daß er in vergessenen Zeiten mit Manwe und den ganzen Valaren kämpfte, und während vieler langer Jahre die Herrschaft über die meisten Teile der Erde behielt. Aber er war nicht allein. Denn von den Maiar (Engeln) wurden viele von seiner strahlenden Schönheit angezogen in den Tagen seiner Größe, und behielten ihre Loyalität selbst unten in der Finsternis; andere wurden später für seinen Dienst durch Lüge und betrügerische Geschenke korrumpiert. Furchteinflößend von diesen Geistern waren die Valaraukar, die Geißel des Feuers, die in Mittelerde Balrogs, Dämonen des Terrors, genannt werden.

Unter seinen Dienern, die einen Namen haben, war der größte ein Geist, den die Eldar Sauron nannten, oder Gorthaur den Grausamen. Zu Beginn entstammte er den Maiar von Aule und er war berühmt in den Sagen der Völker. In allen Taten von Melkor (Morgoth) auf Arda, in seinen großen Werken des Trugs und der Schliche, hatte Sauron einen Anteil, und war nur deshalb weniger böse als sein Meister, weil er lange Zeit einem anderen diente und nicht sich selber. Aber in späteren Jahren erhob er sich wie ein Schatten von Morgoth und ein Geist seiner Tücke und folgte ihm auf demselben unheilbringenden Pfad in das Nichts.

Ich denke die Anlehnungen an die biblische Geschichte sind nicht zu verkennen. Es gibt allerdings einen großen Unterschied: die Rolle von Illuvatar (Gott). In der Geschichte Tolkiens ist er zwar der Begründer der Welt, hält sich dann aber meistens zurück, während seine Geschöpfe die Weltgeschichte ausfechten. In der biblischen Geschichte ist Gott die Hauptgestalt. Er ist selbst vom Aufstand des Teufels betroffen und er selbst überwindet ihn, indem er seinen Sohn sendet, der am Kreuz den Teufel und seine Schergen besiegt.

[Gottes Sohn] hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. Als er so die Herrschaften und Gewalten (den Teufel und seine Dämonen) entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. Kolosser 2:13-15

Im Gegensatz zu den falschen Religionen und den Sagen der Völker ist der wahre Gott kein ferner oder passiver Gott. Er ist nah und kommt stets zur Rettung seines Volkes. Halleluja.

O Gott, dein Weg ist heilig! Wer ist ein so großer Gott wie du, o Gott? Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht erwiesen an den Völkern! Du hast dein Volk erlöst mit deinem Arm, die Kinder Jakobs und Josephs. Psalm 77:14-16

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