Das Aufhören von Zungenrede und Prophetie

In einem Positionspapier entfaltet Greg Loren Durand die traditionell reformierte Sicht auf die besonderen Geistesgaben.

Zunächst zitiert er einschlägige Stellen aus den Instituten von Calvin, dem Westminster Bekenntnis sowie von den Theologen Martin Luther, Charles Spurgeon und B.B. Warfield, die alle bekannten, daß die besonderen Geistesgaben wie Zungenrede und Prophetie eine besondere Funktion in der frühen Kirche hatten, dann aber aufhörten, als diese Funktion erfüllt wurde.

Danach erklärt er anhand des biblischen Befundes, was diese Funktion war. Die Zungenrede diente als Zeichen des Gerichts für die Juden, indem Gott nun mit anderen Völkern sein Reich baute, während die Juden, die den Messias ablehnten und kreuzigten, unter sein Gericht fallen würden (Jesaja 28:11-12; 5. Mose 28:49; 1. Korinther 14:21-22). Prophetie diente der Auferbauung der Gemeinde und wirkte bis zur Niederschrift des Neuen Testaments (Johannes 14:26; Epheser 2:20). Danach wird von dem einmal überlieferten Glauben gesprochen (Judas 3) und vom Wort Gottes, welches die Gläubigen vollständig zurüstet (2. Timotheus 3:16-17).

Schließlich geht Durand noch auf einige Prophezeiungen aus dem Alten Testament ein, die vorhersagen, daß das Prophetenamt zu einem Ende kommen werde (Daniel 9:24-27; Sacharja 13:3-5).

In seinem Schlußwort berichtet Durand, daß es bis auf einige wenige Ausnahmen (z.B. der Montanismus im 2. Jahrhundert und die Mormonen im 19. Jahrhundert) allgemeine Lehre der christlichen Kirche war, daß die besonderen Geistesgaben aufgehört haben. Sie wurden erst im 20. Jahrhundert von der charismatischen Bewegung „reaktiviert“ und ab den 60er Jahren in die breitere Kirche eingeführt. Jedoch unterscheidet sich die Qualität dieser angeblichen Gaben in einem hohen Maß von dem, was uns aus dem 1. Jahrhundert berichtet wird.

Wir haben im Wort Gottes eine solide, genugsame Grundlage für unseren Glauben und für unser Leben mit Gott. Alles was darüber hinausgeht, führt letztendlich weg vom wahren Gott der Bibel und einer ihm gebührenden Anbetung.

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. 2. Timotheus 3:16-17

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