Die Tapferkeit der Reformatoren

Heinrich Bullinger schrieb am Ende seines Buches über das Amt des Propheten:

Unsere Aufgabe wird es fortan sein, mit größtem Eifer und, wenn es die Sache verlangt, auch unter Verlust des Lebens für die Wahrheit zu kämpfen, die Heilige Schrift lauter auszulegen, das Volk zur Gottesfurcht anzuspornen, die Trauernden recht zu trösten, den Irrtümern klug entgegenzuwirken, die Ketzereien unablässig zu vertreiben und die Last und die Lasterhaften gottesfürchtig und tapfer zu bekämpfen. Dies alles soll mit größter Treue und Sorgfalt geschehen, damit wir (1. Petrus 5:4), „wenn der Oberhirt sich offenbaren wird, einen unverwelklichen Kranz davontragen.“

Die oberste Leidenschaft der Reformatoren war es, ihren Dienst treu auszurichten und das Wort Gottes treu zu verkünden. Sie waren bereit, dafür Anfeindungen bis hin zum Verlust des eigenen Lebens in Kauf zu nehmen. Von dieser Tapferkeit können wir uns eine große Scheibe abschneiden und wir sollten darum bitten, ihnen darin folgen zu können. Sie selbst waren darin dem Beispiel des Apostels Paulus gefolgt, der schrieb:

Und siehe, jetzt reise ich gebunden im Geist nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird, außer daß der Heilige Geist von Stadt zu Stadt Zeugnis gibt und sagt, daß Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten. Aber auf das alles nehme ich keine Rücksicht; mein Leben ist mir auch selbst nicht teuer, wenn es gilt, meinen Lauf mit Freuden zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, nämlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. Apostelgeschichte 20:22-24

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