Luther über das Wort Gottes (die Bibel)

In seinem großen Katechismus schreibt Luther zur Auslegung des dritten Gebots („Du sollst den Feiertag heiligen.“):

Denn das Wort Gottes ist das Heiligtum über alle Heiligtümer, ja das einige, das wir Christen wissen und haben. Denn ob wir gleich aller Heiligen Gebeine oder heilige und geweihte Kleider auf einem Haufen hätten, so wäre uns doch nichts damit geholfen; denn es ist alles totes Ding, das niemand heiligen kann. Aber Gottes Wort ist der Schatz, der alle Dinge heilig macht, dadurch sie selbst, die Heiligen alle, sind geheiligt worden. Welche Stunde man nun Gottes Wort handelt, predigt, hört, liest oder bedenkt, so wird dadurch Person, Tag und Werk geheiligt, nicht des äußerlichen Werkes halber, sondern des Wortes halber, so uns alle zu Heiligen macht. Derhalben sage ich allezeit, dass  alle unser Leben und Werke in dem Wort Gottes gehen müssen, sollen sie Gott gefällig oder heilig heißen. Wo das geschieht, so geht dies Gebot in seiner Kraft und Erfüllung. Wiederum, was für Wesen und Werk außer Gottes Wort geht, das ist vor Gott unheilig, es scheine und gleiße, wie es wolle, wenn mans mit eitel Heiligtum behinge, als da sind die erdichteten geistlichen Stände, die Gottes Wort nicht wissen und in ihren Werken Heiligkeit suchen.

Ob die Kirche, die nach seinem Namen benannt ist, das Wort Gottes heute noch so schätzt?

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