Welche Aufgaben hat der Staat?

In Römer 13 sind die Aufgaben des Staates relativ eng gesteckt.

Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut. Römer 13:4

Die primäre Aufgabe des Staates, aus biblischer Sicht, ist die Aufrechterhaltung des Rechts.

Für alle anderen Aufgaben sind die Menschen selbst verantwortlich. Sie können sich natürlich in freiwilligen Verbänden zusammschließen (z.B. Kirchen und Gemeinden), um bestimmte Aufgaben besser zu bewältigen. So wurde z.B. die Versorgung der Witwen, eine der wichtigsten sozialen Probleme des 1. Jahrhunderts, nicht dem Staat übertragen, sondern war Aufgabe der Gemeinde. Auffällig ist aber, daß selbst hier ziemlich hohe Anforderungen an eine Person gestellt wurden, bevor sie berechtigt war, Geld von der Gemeinde zu bekommen. Sie sollte zunächst einmal nach Kräften für sich selbst sorgen (Subsidiarität) und ihre Zeit mit guten Werken einsetzen.

Ehre die Witwen, die wirklich Witwen sind. Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so sollen diese zuerst lernen, am eigenen Haus gottesfürchtig zu handeln und den Eltern Empfangenes zu vergelten; denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott. Eine wirkliche und vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf Gott gesetzt und bleibt beständig im Flehen und Gebet Tag und Nacht; eine genusssüchtige jedoch ist lebendig tot. Sprich das offen aus, damit sie untadelig sind! Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für seine Hausgenossen, nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger. Eine Witwe soll nur in die Liste eingetragen werden, wenn sie nicht weniger als 60 Jahre alt ist, die Frau eines Mannes war und ein Zeugnis guter Werke hat; wenn sie Kinder aufgezogen, Gastfreundschaft geübt, die Füße der Heiligen gewaschen, Bedrängten geholfen hat, wenn sie sich jedem guten Werk gewidmet hat. Jüngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie gegen [den Willen des] Christus begehrlich geworden sind, wollen sie heiraten und kommen [damit] unter das Urteil, dass sie die erste Treue gebrochen ha- ­ben. Zugleich lernen sie auch untätig zu sein, indem sie in den Häusern herumlaufen; und nicht nur untätig, sondern auch geschwätzig und neugierig zu sein; und sie reden, was sich nicht gehört. So will ich nun, dass jüngere [Witwen] heiraten, Kinder gebären, den Haushalt führen und dem Widersacher keinen Anlass zur Lästerung geben; denn etliche haben sich schon abgewandt, dem Satan nach. Wenn ein Gläubiger oder eine Gläubige Witwen hat, so soll er sie versorgen, und die Gemeinde soll nicht belastet werden, damit diese für die wirklichen Witwen sorgen kann. 1. Timotheus 5:3‭-‬16

Zuoberst lag die Verantwortung für die Versorgung der Witwen bei den Kindern und Enkeln. Nur im Ausnahmefall sprang die Gemeinde ein und nur, wenn die Witwe ein Zeugnis guter Werke hatte.

Was die Bibel hier aus der Sicht Gottes darlegt, legt Milton Friedman im obigen Video aus der Sicht eines Ökonomen dar. Es ist erstaunlich, wie sich beide Weisheiten überschneiden. Wir sollten vielleicht wieder mehr auf das Wort Gottes und wirtschaftlichen Sachverstand hören, als auf die Meinung von Politikern und Sozialphilosophen, die eine eigene, ideologisch verbrämte Agenda haben.

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