Abu Bakrs fehlende Heilsgewißheit

Es gibt einen weitverbreiteten Ausspruch, der dem ersten Khalifen Abu Bakr zugeschrieben wird. Er läßt sich zwar in keiner vertrauenswürdigen Hadithensammlung nachweisen, zeigt aber durch seine Verbreitung, wie Muslime um Heilsgewißheit ringen:

Ich bin nicht sicher vor der Tücke Allahs, selbst wenn ein Fuß von mir schon im Paradies wäre.

Dadurch, daß es im Islam keinen klaren Erlösungsplan gibt und die Errettung letztlich von der Barmherzigkeit Gottes abhängt, kann ein Moslem nie vollständige Heilsgewißheit habe. Hingegebene Muslime, die den Koran und die Hadithe kennen, glauben, daß Gott sie aufgrund ihres Glaubensbekenntnisses gegenüber Muhammad irgendwann aufnehmen wird. Aber der normale Durchschnittsmoslem lebt in einer latenten Ungewißheit. Allah wird im Koran als völlig souverän und frei dargestellt, der sich an keine Regeln zu halten braucht. Zudem wird sogar von der Tücke (makar) Allahs gesprochen, so daß man nie weiß, was Allah letztendlich machen wird. Dadurch ergibt sich im praktischen Glaubensleben eine Ungewißheit, die man mit vielen religiösen Werken zu überdecken sucht.

Wie groß ist doch der Unterschied zum festen Heil, das uns in Jesus Christus geschenkt wird. Dieses Heils kann man sich vollkommen sicher sein und wird dadurch befreit, Gott aus Freude und Liebe zu dienen, und nicht mehr als bloßer Knecht, der sich seinen Stand verdienen muß.

Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Römer 5:1-2

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