Kulturelles Christentum

Der Kirchentag zum 500. Reformationsjubiläum war wieder eine Erinnerung an das Phänomen „kulturelles Christentum“ und „bürgerliche Religion“. Im persönlichen Gespräch mit einigen Besuchern der Veranstaltungen, die wir im Rahmen des Kirchentages organisiert hatten (dt.-arab. Bibelarbeit und ein Vortrag zur Quantentheorie), stellte sich heraus, daß sie ihren „christlichen“ Glauben weitestgehend von der Bibel abkoppeln. Es besteht zum Teil gar nicht mehr der Anspruch, irgendwelche biblischen Belege für den eigenen Glauben zu finden, der schon längst nicht mehr biblisch ist. Man hat sich vollkommen damit abgefunden, daß man seinen christlichen Glauben nun selber definiert. In diesem Glauben gibt es keine Hölle, keine Erlösung und keine Auferstehung mehr.

Timothy Keller schrieb neulich:

„If cultural Christianity means identifying as a Christian without fruit or praxis then secularism may be God wiping this malaise away.”

“Wenn kulturelles Christentum bedeutet, sich als Christ zu identifizieren ohne Frucht oder praktische Auswirkungen, dann ist vielleicht der Säkularismus Gottes Mittel, um diese Krankheit auszurotten.“

Ich kann nur hoffen, daß diese Form des Christentums, die wenig bis nichts mehr mit dem neutestamentlichen Verständnis von Christsein gemein hat, in naher Zukunft verschwindet.

Kommentar verfassen