Hoffnungslosigkeit und Selbstwiderspruch der Atheisten

Richard Dawkins schrieb 1992 in seinem Buch „Und es entsprang ein Fluß in Eden„:

In einem Universum von blinden, physischen Kräften und genetischer Replikation werden manche Menschen verletzt werden, andere Menschen werden glücklich sein, und du wirst keinen Reim oder Sinn darin entdecken können, noch irgendeine Gerechtigkeit. Das Universum, welches wir beobachten, hat genau die Eigenschaften, die wir erwarten würden, wenn es im Grunde keinen Entwurf, keinen Sinn, kein Böse und kein Gut gibt. Nichts als blinde, erbarmungslose Gleichgültigkeit. DNA weiß nichts und sorgt sich um nichts. DNA existiert einfach. Und wir tanzen nach ihrer Musik.

Zu dieser trostlosen Ansicht muß eigentlich jeder kommen, der die Evolutionstheorie annimmt. Es gibt dann keinen Sinn mehr, kein Gut und kein Böse. Wir existieren einfach und tanzen zur Musik unserer DNA. Es ist dann verlogen, in politischen, ethischen oder gesellschaftlichen Diskussionen irgendwelche Forderungen anzumelden. Aus der Evolutionstheorie kann man sie nicht ableiten. Man kann sie nur erfinden und ohne weltanschauliche Grundlage bzw. trotz oder gerade gegen die eigenen Überzeugungen halten.

Kommentar verfassen