Gott im Leid begegnen

Timothy Keller faßt im Nachwort zu seinem Buch „Gott im Leid begegnen“ die wichtigsten Gedanken seiner tiefschürfenden Auseinandersetzung mit dem Thema Leid zusammen:

  1. Die Arten des Leids
    • Leid als Resultat von falschem Verhalten
      • Die Folge ist ein Gefühl von Schuld und Scham.
    • Leid als Resultat von Verrat und Angriffen anderer Menschen
      • Die Folge ist ein Gefühl von Wut und Bitterkeit.
    • Leid als universelle Erfahrung des Verlustes (Tod, Krankheit, Armut)
      • Die Folge ist ein Gefühl von Trauer und Furcht.
    • Leid als Horror (Massenerschießung)
      • Die Folge ist ein Gefühl von Verwirrung und Wut auf Gott.
  2. Es gibt unterschiedliche Temperamente, deshalb braucht jeder etwas Anderes im Leid. Menschen reagieren auf Leid mit Isolation, Selbstbefangenheit, Verurteilung, Wut oder Resignation.
  3. Wir dürfen weinen und ehrlich mit Gott sein.
  4. Wir müssen Gott vertrauen, daß er weise ist und uns liebt. Wir müssen kämpfen, bis wir sagen können: „Dein Wille geschehe.“
  5. Wir müssen beten. Selbst wenn wir Gott nicht unsere Liebe ausdrücken können, können wir doch um Liebe für ihn bitten.
  6. Wir müssen unser Denken disziplinieren. Wir müssen über biblischen Wahrheiten über Gott nachdenken und sie uns selber zusprechen.
  7. Wir müssen uns prüfen. Leid ist ein Trainingsraum, in dem wir an Gnade und Reife wachsen können.
  8. Wir müssen unsere Prioritäten neu ordnen. Leid offenbart, was wir zu sehr geliebt oder wo wir Gott im Vergleich zu wenig geliebt haben.
  9. Wir dürfen uns nicht heilbringender Gemeinschaft entziehen.
  10. Wir müssen lernen, Gnade und Vergebung von Gott zu empfangen und diese an andere weiterzugeben. Wir müssen lernen, Buße zu tun und Versöhnung anzustreben. Wir müssen lernen, zu vergeben.

Wenn wir all das tun, dann wird aus unserer Trauer ein Lied zur Ehre Gottes entstehen.

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