Heilsgewißheit

Für Luther wie auch für Calvin war die Gewißheit des Heils eines der größten Gnadengaben des Evangeliums, welche durch die Reformation erst wieder neu entdeckt wurde. Daß aber um diese Gewißheit im Herzen des Gläubigen ein ständiger Kampf tobt, davon schreibt Luther in seinem Kommentar zum Galaterbrief:

Zufriedenheit im Tal der Demütigung

Als Christine und ihre Begleiterin Erbarmen durch das Tal der Demütigung ziehen, wo einst Christian gegen Apollyon kämpfte, begegnen sie einem Jungen, der die Schafe seines Vaters hütete. Seine Kleidung war ärmlich aber sein Gesicht heiter. Er sang folgendes Lied:

Wer in dem Tal der Demut wohnt,
hat einen sichern Stand.
Der in der höchsten Höhe thront,
führt ihn an seiner Hand.
Mir genügt, was seine Hand mir gab,
sei’s wenig oder viel.
Er zeigte mir, daß ich ihn hab,
daß er mich führt zum Ziel.
Der Erde Reichtum lastet schwer
und hemmt des Siegers Lauf.
Drum geht er erst so arm daher
und wird dann reich darauf.

Turrettinis Beweise für die Inspiration der Heiligen Schrift

In seiner systematischen Theologie „Institutes of Elenctic Theology“ schreibt der Schweizer Reformator der 2. Generation Francois Turritini über die sicheren Beweise für die Inspiration der Heiligen Schrift:

  • Die Bibel behauptet von sich selbst, von Gott eingehaucht (theopneuston) zu sein.
  • externe Kennzeichen
    • ihre Antiquität
    • ihre erstaunliche Bewahrung
    • die Offenheit ihrer Schreiber (selbst über die eigenen Fehler)
    • die große Zahl der Märtyrer, die für sie ihr Leben gaben
    • das Zeugnis der Feinde des Evangeliums, die die Wunder Jesu bestätigten
    • die große Verbreitung der Heiligen Schrift in allen Kulturen

InaraTalk vom 8.6.2017 – Politik

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In dieser Ausgabe von InaraTalk beschäftigen wir uns mit dem Thema Politik, was sie ist, welche Sicht man als Christ auf Politik haben und welche Partei man wählen sollte. Außerdem besprechen wir einige hilfreiche Ressourcen zu dem Thema.

Die Schönheit der Tugend

Tugend ist ein Wort, das wir nur noch sehr selten gebrauchen. Jemand als tugendhaft zu bezeichnen, hört sich fremd an. Das liegt daran, daß wir der Ethik und dem moralischen Handeln keinen hohen Wert mehr beimessen. Ethik verbinden wir mit Pflicht und von der Pflicht wollen wir uns möglichst befreien. An dieser einseitigen Sicht auf die Ethik ist u.a. Immanuel Kant schuld, der das pflichtgemäße Handeln betonte.

Einen anderen Zugang zur Ethik hatte Jonathan Edwards. In seinem Buch „The Nature of True Virtue“ vergleicht er Tugend mit der Schönheit des Herzens. Sie bestehe nicht vornehmlich aus Pflichterfüllung, sondern aus Liebe zu Gott und den Menschen.

Gott wirkt durch unser Versagen

Man weiß nie, vor welchem größeren Unglück einen das Pech bewahrt hat. Cormac McCarthy

Laßt uns nicht entmutigt werden, wenn wir in der Nachfolge Christi nicht dem entsprechen, was wir uns gern wünschen, oder sogar wiederholt versagen. Gott schützt uns manchmal durch unser Versagen vor noch vielen größeren Gefahren, z.B. unserem Größenwahn. Außerdem sind Zeiten der Erkenntnis, daß wir nicht das sind, was Gott gerne möchte, Zeiten, in denen wir in der Liebe zu Christus wachsen können.

Das Gebet Luthers beim Reichstag zu Worms

Als Martin Luther von den versammelten weltlichen und geistlichen Autoritäten seiner Zeit auf dem Reichstag zu Worms aufgefordert wurde, seiner Lehre und seinen Büchern abzuschwören, erbat er sich 24 Stunden Bedenkzeit. Während dieser Zeit sprach er ein Gebet, welches uns überliefert ist:

Einen Dirham für ein Gespräch mit dem Propheten

Der Koran begünstigte den Propheten Muhammad auf erstaunliche Weise. Allah gab darin eine Weisung, daß jeder, der zu dem Propheten kam, um mit ihm sprechen zu wollen, einen gewissen Geldbetrag mitzubringen hatte.

O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr euch mit dem Gesandten vertraulich beraten wollt, so schickt eurer vertraulichen Beratung Almosen voraus. Das ist besser für euch und lauterer. Wenn ihr aber nicht die Möglichkeit dazu findet, dann ist Allah wahrlich Allverzeihend, Barmherzig. Sure 58:12

Wie das in der Praxis aussah, beschreibt der Korankommentar Al-Qurtubi:

Vorsicht vor der Verführerin

Das Buch der Sprüche ist eigentlich ein geistliches Lehrbuch eines Vaters an seinen Sohn bzw. eines Meisters an seinen Schüler. Es enthält ernstgemeinte und zugleich liebevolle Warnungen vor geistlichen Gefahren, die dazu führen können, daß man Schiffbruch im Glauben erleidet. Im fünften Kapitel schreibt der geistliche Vater an seinen Ziehsohn: