Die Anbetung unseres Herzens

Timothy Keller macht in vielen seiner Predigten den Punkt, daß der Kern des menschlichen Problems mit der Sünde der Götzendienst ist.

Wenn ich als Christ, der sich schon zu Jesus bekehrt hat und von Neuem geboren wurde, dennoch langfristig immer wieder mit einer Sünde oder der Neigung zu einer Sünde in meinem Leben zu kämpfen habe, dann verbirgt sich dahinter ein falscher Gott, den ich mit einem bestimmten Teil meines Herzens immernoch anbete.

Evangeliumsamnesie in der Gemeinde

Timothy Lane und Paul Tripp warnen in ihrem Buch „Alles anders – aber wie?“ davor, daß nicht nur einzelne Christen, sondern auch eine ganze Gemeinde das Evangelium vergessen kann (eine sogenannte Evangeliumsamnesie).

Dabei hat der Grad, inwieweit die Mitglieder der Gemeinde das Evangelium verstehen und auf ihr Leben anwenden können, tiefgreifenden Einfluß auf die Kultur der Gemeinde. Die Autoren beschreiben folgenden Prozeß, der normalerweise in der Ortsgemeinde abläuft:

  1. Jede Woche gibt es in der Gemeinde Menschen mit einer Vielfalt an Problemen.
  2. Die Bibel lehrt, daß wir alles haben, um diesen Menschen zu helfen (siehe 2. Petrus 1:3).

Veränderung durch das Evangelium

Wer nicht nur gute Ratschläge und oberflächliche geistliche Techniken sucht, sondern sich eine tiefe Veränderung des Herzens wünscht, der sollte das Buch „Alles anders – aber wie?“ von Timothy Lane und Paul Tripp lesen. Es geht eben nicht nur darum, ein paar Bibelverse zu lernen und für ein Thema zu beten, so hilfreich das trotzdem sein mag, sondern das eigene Denken und Handeln mit dem Evangelium zu verbinden.

Wahre Veränderung geschieht, wenn man lernt, sich im Drama der Erlösung Gottes wiederzufinden, daraus die Lehren des Evangeliums zu entdecken und in Anbetung zu verfallen darüber, wie Gott sein Volk rettet. Aus dieser Anbetung folgt der Jüngerschaftsprozeß eines Christen und der Veränderungsprozeß in seelsorglich gesonderten Bereichen.

Pastor zu sein ist eine gefährliche Berufung

Paul Tripp hat einen schmerzhaften Liebesbrief an alle Menschen im pastoralen Dienst geschrieben. Ein Liebesbrief, weil seine tiefe Liebe und Wertschätzung für Menschen in dieser Berufung auf jeder Seite deutlich wird. Schmerzhaft, weil er wichtige Fragen stellt, die das persönliche Leben des Pastors betreffen, und zu einer Änderung der pastoralen Kultur in unseren Gemeinden aufruft.