Gottes Souveränität in der Apostelgeschichte

Gott bestimmte das Kreuz im voraus:

  • Diesen, der nach Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. 2:23
  • Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.  3:18
  • Ja, wahrhaftig, gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel, um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte. 4:27-28

Jesu Zorn und Mitgefühl

Am Grab von Lazarus spielte sich eine Szene ab, die unendlich viel über das Wesen unseres Retters aussagt:

Als nun Jesus sah, wie sie weinte, und wie die Juden, die mit ihr gekommen waren, weinten, ergrimmte er im Geist und wurde bewegt. Johannes 11:33

B.B. Warfield erklärt den Grimm von Jesus in dieser Situation folgendermaßen:

Die Sicht auf das Leid Marias und ihrer Gefährten erzürnte Jesus, weil es ihn spürbar an die Bosheit des Todes erinnerte, seine Unnatürlichkeit und seine „gewaltsame Herrschaft“, wie Calvin sie bezeichnet. Durch die Trauer Marias – um es mit Calvins Worten zu sagen – denkt Jesus über das allgemeine Leid des ganzen Menschengeschlechts nach und entbrennt in Zorn über den Unterdrücker der Menschen. Unauslöschlicher Grimm erfaßt ihn; sein ganzes Wesen wird bewegt und verstört.

Christ, der Retter ist da!

In der vorweihnachtlichen Adventszeit gedenkt die christliche Kirche des Kommens des Messias. Aber bei der Frage, warum Jesus auf die Welt gekommen ist, was eigentlich das Ziel seiner Menschwerdung war, gehen die Meinungen innerhalb der Christenheit stark auseinander. Die einen sehen in ihm ein ethisches Vorbild, dem wir durch ein moralisch geführtes Leben nacheifern sollen. Andere betonen zwar die Wichtigkeit seines Sterbens am Kreuz, sehen darin aber eher eine Erlösungsmöglichkeit, die Jesus für alle geschaffen hat, die sie jetzt mit dem Glauben ergreifen wollen. Er hätte uns errettbar gemacht, indem er für unsere Schuld am Kreuz bezahlt hat. Aber wir müßten diese Errettung selbst verwirklichen, indem wir das Angebot der Vergebung annehmen. Potentiell galt Jesu Sühnetod am Kreuz allen Menschen, aber wirklich zählt er nur für die Gläubigen.