Ethisches Grundlagenpapier (Englisch)

Bei dem jährlichen Treffen der reformierten Baptistengemeinden in England (Grace Baptist Assembly) wurde 2016 ein Grundlagenpapier verabschiedet, welches 20 Positionierungen zu ethischen Themen enthält. Es eignet sich sehr gut zum Studium in der Gemeinde und kann vielleicht als Grundsatzpapier aufgenommen werden. Ich plane eine Übersetzung ins Deutsche.

Quelle: http://www.gracebaptistassembly.org.uk/gba2/wp-content/uploads/docs/GBA2016-Ethics.docx

I. ABORTION

A Christian must not seek, carry out, procure, or assist in the destruction of an unborn child by deliberately terminating the pregnancy, except where the mother’s life is at immediate risk such as in the case of an ectopic pregnancy. We hold that human life begins at conception.

Die Schönheit der Tugend

Tugend ist ein Wort, das wir nur noch sehr selten gebrauchen. Jemand als tugendhaft zu bezeichnen, hört sich fremd an. Das liegt daran, daß wir der Ethik und dem moralischen Handeln keinen hohen Wert mehr beimessen. Ethik verbinden wir mit Pflicht und von der Pflicht wollen wir uns möglichst befreien. An dieser einseitigen Sicht auf die Ethik ist u.a. Immanuel Kant schuld, der das pflichtgemäße Handeln betonte.

Einen anderen Zugang zur Ethik hatte Jonathan Edwards. In seinem Buch „The Nature of True Virtue“ vergleicht er Tugend mit der Schönheit des Herzens. Sie bestehe nicht vornehmlich aus Pflichterfüllung, sondern aus Liebe zu Gott und den Menschen.

Zwei Kritikpunkte an der Religion von Krieg der Sterne

Anläßlich des 40. Geburtstags von Star Wars (Krieg der Sterne) und einigen neuen Filmen, die erschienen sind und noch erscheinen werden, ist diese Filmreihe immer wieder im Gespräch. Zum Start des allerersten Filmes betonte der Produzent George Lucas, daß die Filme nicht den Anspruch hätten, eine religiöse Botschaft zu vermitteln. Diese Äußerung änderte er aber mit der Veröffentlichung des zweiten Films (Das Imperium schlägt zurück). Dort wurde er deutlicher, daß die Welt von Star Wars durchaus religiös durchdrungen ist.

Zwei gute Artikel zu dem Thema sind:

Warum dürfen Christen Alkohol trinken, sollten aber keine Drogen nehmen?

Diese Frage stellt sich zunehmend, da die Legalisierung von weichen Drogen in Amerika in immer mehr Bundesstaaten Realität wird und auch in der deutschen Politik immer mal wieder auf dem Programm steht. Hier drei kurze Begründungen, die noch weiter ausgeführt werden könnten.

  • Alkoholgenuß kommt in der Bibel vor und wird dort explizit erlaubt, während der Genuß von Drogen nicht vorkommt.
    • Gebt starkes Getränk dem, der zugrundegeht, und Wein den betrübten Seelen! Sprüche 31:6
  • Der überwiegende Teil der Völker kannte und tolerierte Alkoholgenuß, während Drogengenuß überwiegend abgelehnt wurde.

Ein gerechter Krieg

Die Ethik des gerechten Krieges besagt, daß Krieg manchmal notwendig ist, um ungerechte Handlungen abzuwehren, die eine Regierung oder eine Nation gegen eine andere unternimmt, aber sie besteht auch darauf, daß Krieg immer bedauerlich ist, immer so weit es geht vermieden werden sollte und niemals eingesetzt werden sollte, um die neue Vision einer sozialen Ordnung durchzusetzen.

Die Tradition des gerechten Krieges erwächst aus biblischen und klassischen Quellen. In der Bibel finden sich Prinzipien für einen gerechten Krieg in den Regeln, die offenbart wurden, als es darum ging, einem Gegner außerhalb der Grenzen des Verheißenen Landes zu begegnen (5. Mose 20:1-20), im Gericht Gottes über die Kriegsverbrechen anderer Völker (Amos 1) und im Bezug Jesu auf die moralische Weisheit, mit der Könige Krieg führen (Lukas 14:31).