Keine blinde Liebe für Gott

John Owen plädiert in seinem Buch zur Christologie (der Lehre von Christus) in einem Abschnitt, der über unsere Liebe spricht, die wir zu Christus haben sollen, dafür daß diese niemals rein gefühlsmäßig und losgelöst vom Gebrauch des Verstandes sein sollte.

Während Gott verlangt, daß wir ihn mit unserer ganzen Seele und unserem ganzen Verstand lieben, wollen diese Menschen eine Liebe zu Gott, die nur den Willen und die Gefühle mit Gott verbindet, ohne daß der Verstand gebraucht wird. Liebe ist die Handlung unserer ganzen Seele. Aber diese Männer haben sich eine Liebe ausgedacht, die sie bewundern und preisen, welche ihren Verstand völlig umgeht. Und durch diese eingebildete Liebe sind sie in viele lächerliche Exzesse und offene Verführungen gefallen, was ihre eitle Liebe völlig offenbart, die sie vorgeben zu haben.

Reformierte Anbetung

Ein Hauptanliegen der Reformatoren und vielleicht das wichtigste Anliegen von Johannes Calvin war die Reformation der Anbetung in den Gemeinden. Christen sollten Gott nicht länger in selbstgewähltem Gottesdienst anbeten, sondern gemäß seines offenbarten Willens.

Was will Gott im zweiten Gebot?
Gott will, dass wir ihn in keiner Weise abbilden, 5. Mose 4, 15-19 / Jes; 40, 18-20.25
noch ihn auf irgendeine andere Art verehren, Röm 1, 23-24 / Apg 17, 29
als er es in seinem Wort befohlen hat. 1. Sam 15, 23 / Mt 15, 9 / 5. Mose 12,30-32

Heidelberger Katechismus, Frage 96

Das entfesselte Wort

Für mich als Ostdeutscher war es sehr ermutigend, die erste Evangelium21 Regionalkonferenz in unserer Region zu haben. Wir trafen uns vom 20. zum 21. Januar in der Leipzig English Church zum Thema „Das entfesselte Wort“.

Zunächst sprach Martin Reakes-Williams, Pastor der Leipzig English Church, über den Umgang Jesu mit dem Wort Gottes in Lukas 24. Jesus ging in seinem Dienst von der absoluten Zuverlässigkeit, Autorität und Klarheit der Schrift aus. Er ist unser Vorbild, wie wir das Wort Gottes behandeln sollten.

Wahre Anbetung

In der ersten münchner Regionalkonferenz des Netzwerks Evangelium21 ging es um das Herz und die theologische Begründung der Anbetung. An zwei Konferenztagen vom 9. zum 10. Dezember 2016 lernten die Konferenzteilnehmer sowohl wie man Anbetung vom Evangelium her verstehen als auch wie man diesen Fokus auf das Evangelium in die Anbetung der Gemeinde praktisch einbinden kann.

Zunächst legte Vaughan Roberts, Pastor der St. Ebbe’s Church in Oxford, den theologischen Grundstein für die Diskussion mit einer tiefschürfenden Auslegung von Johannes 4:19-26.

Mit Jesus im Boot

Vom 1. bis 2. Juli 2016 fand die erste Evangelium21 Regionalkonferenz in Bonn statt. Hauptredner war der Evangelist Pete Woodcock. Das Thema „Jesus nachfolgen“ entfaltete er in spannenden Vorträgen aus dem Matthäusevangelium.

Zu Beginn ging es anhand von Matthäus 8:16-34 um unsere Hingabe zu Jesus. Am Ende eines schweren Arbeitstages wird Jesus mit Nachfolgebegierigen konfrontiert, denen er ganz klar die Kosten der Nachfolge vor Augen führt. Danach steigen seine wahren Jünger mit ihm ins Boot, nicht um eine erholsame Kreuzfahrt zu machen, sondern um in einen seismischen Sturm zu geraten, der ihren Glauben herausfordert. Das alles dient dazu, damit sie am anderen Ufer Menschen von ihrer Besessenheit befreien können.

3. Spurgeon Konferenz

Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. (Johannes 12:41)

Vom 18. bis 21. Mai 2016 fand die 3. Spurgeon Konferenz in München statt. Andrew Page, Erfinder des Markusexperiments, führte uns Vers für Vers durch das Johannesevangelium. Die beeindruckendsten Momente für mich waren, als er zwischendurch immer wieder dazu aufrief: „Fühlt euch frei, Jesus anzubeten.“

Das ist auch der Hauptgrund, warum Johannes sein Evangelium geschrieben hat. Er möchte unsere Augen für die Herrlichkeit Jesu öffnen, die durch seine Zeichen offenbart wurde, damit in unseren Herzen Glauben erwächst und Anbetung.

Von der Klarheit der Heiligen Schrift

Vom 10. bis 12. März fand in Hamburg die 6. Konferenz des Netzwerks Evangelium21 mit dem Thema „Gott beim Wort nehmen“ statt. Zu den Referenten gehörten Kevin DeYoung (University Reformed Church), William Taylor (St. Helen’s Bishopsgate) und Stephen Nichols (Reformation Bible College).

Ein Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Lehre von der Klarheit (Perspikuität) der Heiligen Schrift. Dabei geht es um die grundsätzliche Verständlichkeit des Wortes Gottes. Gott hat auf eine Weise mit seinem Volk kommuniziert, die es ihm ermöglichen sollte, die zentralen Aussagen seines Wortes und den Weg der Erlösung leicht zu verstehen. Nur so kann die Bibel als eine Leuchte für unsere Füße und ein Licht für unseren Weg gelten (Psalm 119:105).

1. Spurgeon Konferenz 2014

Vom 6. bis 9. August veranstaltete das Martin Bucer Seminar in München in Kooperation mit dem Netzwerk Evangelium21 die 1. Spurgeon Konferenz unter dem Motto: „Predige das Wort!“. Insgesamt 40 Teilnehmer hatten die besondere Gelegenheit und das Privileg, von David Jackman, dem früheren Präsidenten des „Proclamation Trust“ in London, und Dr. Michael Clark, Dozent und Co-Leiter des Martin Bucer Seminars in München, zu lernen.