Das Bekenntnis von Chalcedon

[In Chalcedon, vor den Toren der Stadt, fand 451 n.Chr. das vierte Ökumenische Konzil statt. Es war vielleicht die bedeutendste Kirchenversammlung der Alten Kirche. Zugleich markierte die Synode einen tiefen Einschnitt in der Kirchen- und Theologiegeschichte. Ihre wichtigste Lehrentscheidung war die sogenannte “christologische Formel”, die zwar die Verbindung zwischen den Kirchen in Ost und West festigte, dafür aber die östlichen Kirchen spaltete.

Unter dem Einfluß von Papst Leo I. kam es auf der Synode zu einem Bekenntnis, das Irrlehren wehren sollte. Man beachte, wie das Credo festhält, daß Christus vollkommen Mensch (gegen Apollinarius[1]), aber daß er eine Person war (gegen Nestorius[2]), wobei die beiden Naturen unterschieden sind (gegen die Monophysiten).