Folge deinem Neid

Wenn du herausfinden möchtest, was die geheimen Götzen deines Herzens sind, gibt es eine einfache diagnostische Frage:

Wen beneidest du wofür?

Das, worauf dein Neid gerichtet ist, ist auch das, was deinem Herzen am wichtigsten ist. Sollte es nicht Gott selbst sein, ist es ein falscher Gott – ein Götze.

Der wahre Gott hat eine solche Fülle, daß er uns mehr als genug von seinem Reichtum geben kann.

  • Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, und erkennst nicht, daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? Römer 2:4

Das glorreiche Evangelium im Römerbrief

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«. Römer 1:16‭-‬17

  1. Kapitel: Die Verlorenheit des nichtreligiösen Menschen
  2. Kapitel: Die Verlorenheit des religiösen Menschen
  3. Kapitel: Das Sühneopfer Christi
  4. Kapitel: Die Gerechtigkeit durch Glauben
  5. Kapitel: Die Folgen des Gehorsams Christi
  6. Kapitel: Das neue Leben in Christus
  7. Kapitel: Die fortdauernde Präsenz des alten Lebens

Gottes Leidenschaft für seinen Namen

Die großen Rettungstaten des Herrn werden in der Bibel beschrieben, daß sie zur Ehre und zur Verherrlichung Seines Namens geschehen:

Der Herr aber wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem Herrn gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. 1. Samuel 12:22

Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen. 1. Johannes 2:12

Hilf uns, du Gott unseres Heils, um der Ehre deines Namens willen, und rette uns und vergib uns unsere Sünden um deines Namens willen! Psalm 79:9

Der Gebrauch des Verstandes

Wir sind unter den Evangelikalen sehr vorsichtig, wenn es darum geht, den Verstand zu gebrauchen. Oft lauert aus unserer Sicht dahinter die Gefahr der Bibelkritik. Das hat natürlich eine Grundlage, denn zu oft hat sich die menschliche Ratio selbst vergöttert und sich immer mehr vom Vertrauen auf das Wort Gottes entfernt. Aber das ist kein zwangsläufiger Schritt. Gerade die Puritaner zeigten, wie die menschliche Vernunft wunderbar mit dem Wort Gottes zusammenarbeiten kann.

Warum hat Gott die Welt geschaffen?

Schuf Gott die Welt aus einem Mangel heraus – weil er die Menschen irgendwie brauchte? Oder schuf Gott die Welt, weil er ein Quell so voll an Güte und Herrlichkeit ist, daß er geneigt war, überzufließen und dadurch noch mehr verherrlicht zu werden? Jonathan Edwards gibt die Antwort darauf in seinem Buch „The End for Which God Created the World„:

Gottes Selbstzentriertheit

Jonathan Edwards legt in seinem Buch „The End for Which God Created the World“ eine sehr genaue Analyse dar, warum Gott nichts anderes als seine eigene Herrlichkeit als oberstes Ziel der Schöpfung setzen konnte. Ein zentraler Absatz, der später von Bibelversen untermauert wird, begründet Gottes höchste Leidenschaft für sich selbst:

Gottesfinsternis

Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (Römer 1:21)

Im Zuge der Vorbereitungen auf das 500-jährige Jubiläum der Reformation wird von Seiten der Kirche überlegt, wie der Glaube an Gott den heutigen Menschen vermittelbar sei. Das bestimmende Motto wird „Gott neu denken“ sein. Über den Einfluß der Moderne und den Rückgang von Religiosität in der westlichen Welt wurden viele Gedanken angestellt und Kommentare verfaßt. Dazu gehören die lesenswerten Bücher von Martin Buber – Gottesfinsternis, David Wells – No Place for Truth, Michael Horton – Beyond Culture Wars, Os Guiness – No God but God und natürlich die Werke von Francis Schaeffer.

Der Gott von Jonathan Edwards

Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es vollbringen! Denn wie würde ich sonst gelästert! Und ich will meine Ehre keinem anderen geben. (Jesaja 48:11)

Jonathan Edwards war ein Prediger und Missionar Neuenglands im 18. Jahrhundert und der wohl berühmteste Theologe Nordamerikas. Seine Schriften über die Souveränität Gottes, die Erlösung durch Jesus Christus und zu Fragen der Gemeindepraxis haben das amerikanische Christentum wie keine anderen beeinflußt. Besonders seine Predigt „Sinners in the Hands of an Angry God“ ist in Amerika weitverbreitet worden und gehört zum Standardstoff im Englischunterricht.

Apotheose und das moderne Streben nach Ruhm

In dem Videoclip zeigt ein junger New Yorker, wie leicht es ist, eine Berühmtheit zu werden, und wie tief das moderne Verlangen sitzt, Menschen in den Status eines Gottes zu erheben, sie zu vergöttern. Das Altertum hatte dafür den Begriff der Apotheose, bei der geglaubt wurde, daß große Persönlichkeiten in den Status eines Gottes erhoben und als solcher verehrt und um Hilfe ersucht werden konnten.

Der Prophet Jesaja offenbart im 43. Kapitel seines Buches dagegen die wahre Bestimmung des Menschen. Er wurde nicht dazu geschaffen, seinen eigenen Ruhm zu suchen und zu vergrößern, sondern er ist zur Ehre Gottes geschaffen. Der Mensch wurde im Bilde Gottes geschaffen, damit er dessen Größe und Herrlichkeit sucht und widerspiegelt.