10 Wirkungen von Römer 9

In diesem Video spricht John Piper darüber, welche 10 Wirkungen die Erkenntnis der Souveränität Gottes in Römer 9 auf sein Leben hat:

  1. Römer 9 macht mich gewiß, daß Gottes Wort nicht versagen wird und sich alle Versprechen aus Römer 8 als wahr erweisen werden, selbst im größten Leid.
  2. Römer 9 flößt mir Ehrfurcht vor Gott ein und führt mich in die Tiefen wahrer, gottzentrierter Anbetung.
  3. Römer 9 bewahrt mich davor, leichtfertig mit göttlichen Dingen umzugehen.
  4. Römer 9 hilft mir, erstaunt zu bleiben über meine Errettung.
  5. Römer 9 führt dazu, daß ich seufze über die unbeschreibliche Krankheit unserer säkularen, gottkleinmachenden Kultur.

Gottes Souveränität in der Apostelgeschichte

Gott bestimmte das Kreuz im voraus:

  • Diesen, der nach Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorsehung dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet. 2:23
  • Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.  3:18
  • Ja, wahrhaftig, gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, haben sich Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel, um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatte, dass es geschehen sollte. 4:27-28

Gottes Absicht in der Erwählung

Der Apostel Paulus begründet in Römer 9 Gottes Erwählungshandeln damit, daß dadurch die Barmherzigkeit Gottes noch viel heller und kostbarer erstrahlt.

Wenn nun aber Gott, da er seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat? Römer 9:22-23

Anscheinend wollte Gott den Reichtum seiner Barmherzigkeit vor dem Hintergrund seines Zornes und seiner Macht offenbarmachen. Indem er den Gefäßen des Zorns die gerechte Strafe für ihre Sünden zukommen läßt, lehrt er den Gefäßen der Barmherzigkeit seine unverdiente Gunst zu schätzen.

Der Gott von Jonathan Edwards

Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es vollbringen! Denn wie würde ich sonst gelästert! Und ich will meine Ehre keinem anderen geben. (Jesaja 48:11)

Jonathan Edwards war ein Prediger und Missionar Neuenglands im 18. Jahrhundert und der wohl berühmteste Theologe Nordamerikas. Seine Schriften über die Souveränität Gottes, die Erlösung durch Jesus Christus und zu Fragen der Gemeindepraxis haben das amerikanische Christentum wie keine anderen beeinflußt. Besonders seine Predigt „Sinners in the Hands of an Angry God“ ist in Amerika weitverbreitet worden und gehört zum Standardstoff im Englischunterricht.

Der große Lobpreis Gottes

33 O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege! 34 Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? 35 Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß es ihm wieder vergolten werde? 36 Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen. (Römer 11:33-36)

John Piper predigte 2004 eine zentrale Predigt über Gottes Souveränität im Rahmen seiner Auslegung des Römerbriefes. In Römer 11:33-36 verfällt Paulus in den Lobpreis Gottes, von dem, durch den und zu dem alle Dinge sind. Er soll alle Ehre bekommen und dem Menschen alle Ehre genommen werden.

Gottes Souveränität in der Errettung

Nachdem Paulus in den ersten acht Kapiteln des Römerbriefs die wunderbare Weise entfaltet hat, wie Gott durch Jesus Sünder rettet, wendet er sich im neunten Kapitel der brennenden Frage zu: Wenn der Messias, der den Juden versprochen wurde, tatsächlich gekommen ist, wie kann es dann sein, daß die meisten Juden ihn ablehnen? Hat Gott seine Versprechen an das jüdische Volk und seinen Bund mit Abraham vergessen? Können wir uns als Christen dann überhaupt auf ihn verlassen, wenn er schon seinem alten Bundesvolk untreu wurde? In der Heilsgeschichte war das Schicksal des jüdischen Volkes zu diesem Zeitpunkt eine entscheidende Frage, weil sie Gottes eigenen Charakter in Frage stellte.