Götzen im Inneren des Tempels (Hesekiel 8)

Der Prophet Hesekiel wurde eines Tages von der Hand Gottes zu einer Vision geführt, in der er das innere des Tempels beobachten durfte und die Art des Gottesdienstes, der dort stattfindet. Zu seinem Erstaunen wurde dort nicht der wahre Gott der Bibel angebetet, sondern fremde Götzen. Der Herr machte ihm durch dieses Gesicht deutlich, wie der Gottesdienst nach außen weiterhin in seinem Namen stattfinden kann, während im inneren der Gemeinde schon längst andere Götter angebetet werden.

Theologia Crucis

In diesem Video reden Mark Driscoll und Joshua Harris mit Francis Chan über seinen Schritt, eine große, funktionierende Gemeinde zu verlassen und eine neue Gemeinde in Los Angeles zu gründen, welche die radikale Nachfolge Jesu im Zentrum hat.

Es fällt auf, wie stark Chan von den beiden anderen hinterfragt wird, warum er den Schritt macht, eine Stelle des guten Ansehens, Einkommens und Einflusses zu verlassen, um nochmal neu in relativer Unbekanntheit zu starten. Es wird deutlich, wie sehr die evangelikale Bewegung von Götzen beeinflußt ist und Chan muß sich mehrfach erklären, daß er diesen Weg nicht geht, weil er eine falsche Theologie der Armut hat, sondern weil er von Herzen Christus liebt und vor allem ihn immer besser kennenlernen will.

Richter 17 – Pragmatischer Glaube

Nach den Ereignissen bei der Mars Hill Gemeinde in Seattle und Olaf Latzels Gemeinde in Bremen denke ich immer wieder darüber nach, wie pragmatisch und kurzsichtig wir oft mit Themen und Entscheidungen im christlichen Leben umgehen. Statt Martin Luthers „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“, handeln wir oft nach dem Motto: „Ich stehe nirgends und kann immer anders.“ Wir versuchen oft nicht zu Themen den wirklich biblischen Standpunkt herauszufinden und dann als Liebe zu unserem Herrn umzusetzen, sondern wir tun das, was sich gerade ergibt oder am meisten Frucht verspricht. Dieses Denken habe ich in der Studentenarbeit auch oft bei Fragen der Beziehungsethik erlebt, wenn argumentiert wird: „Na, das schadet doch niemanden.“, „Wir haben doch sowieso vor, zu heiraten.“ und „Das ist nicht mehr zeitgemäß.“

Paul Tripp: Sex & Geld – Das Babylon da draußen und unser babylonisches Herz da drinnen

In seiner gewohnt herausfordernden aber doch seelsorgerlich-barmherzigen Art nimmt uns Paul Tripp in diesem Buch auf eine Achterbahnfahrt durch unser eigenes, sündiges Herz. Ja, wir leben in einer Welt die geld- und sexverrückt ist, aber der wahre Kampf spielt sich nicht horizontal, sondern vertikal ab – in unserer persönlichen Beziehung zu Gott.

Ligon Duncan: Gottes barmherzige Gnade in der Leidenschaft für seinen Namen und die Freude seiner Diener

Ligon Duncan, Kanzler des Reformed Theological Seminary hat in seiner Predigt zur Together for the Gospel Konferenz 2012 ein eindrückliches Plädoyer geliefert, Gott gerade in schwierigen Kontexten des christlichen Dienstes zu vertrauen. Nachdem C.J. Mahaney die Konferenz mit einer Predigt zu 2. Korinther 4 eingeleitet hatte, wo der Apostel Paulus auf seine Entmutigung im Dienst eingeht und die Kraft, die er durch das Evangelium bekommt, war die Predigt von Ligon Duncan eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Leben des Propheten Elia im Alten Testament. Dort gibt es nämlich einen abrupten Umschwung vom äußerlich erfolgreichen Prophetendienst in 1. Könige 18 und tiefer Verzweiflung mangels nachhaltiger Frucht in 1. Könige 19. Darin spiegelt sich die Erfahrung vieler treuer Diener des Wortes wieder und Ligon Duncan hatte ermutigende Worte, dem Herrn weiter zu vertrauen.