Das Evangelium und die Reformation in einer These Luthers

In der letzten These der Heidelberger Disputation brachte Martin Luther das besondere am Evangelium und das ganze Anliegen der Reformation auf den Punkt.

Die Liebe Gottes findet nicht vor, sondern schafft sich, was sie liebt. Die Liebe des Menschen entsteht nur an dem, was sie liebenswert findet.

Luthers Thesen zur Theologie des Kreuzes aus der Heidelberger Disputation

19. Der ist es nicht wert, ein Theologe genannt zu werden, der Gottes »unsichtbares« Wesen »durch seine Werke erkennt und versteht« (Römer 1,20).

Das wird an denen klar, die solche »Theologen« waren und doch vom Apostel Römer 1,22 »unverständig« genannt werden. Das unsichtbare Wesen Gottes ist seine Kraft, seine Gottheit, seine Weisheit, Gerechtigkeit, Güte u.ä. Die Erkenntnis alles dessen macht nicht würdig und weise.