Von der Erkenntnis Gottes

Wir erkennen aber Gott auf zwei Weisen: Zuerst durch die Schöpfung, Erhaltung und Regierung dieser ganzen Welt1. Denn diese ist für unsre Augen wie ein schönes Buch, in welchem alle Geschöpfe, kleine und große, gleich wie hingeschriebene Buchstaben sind, aus denen das unsichtbare Wesen Gottes ersehen und erkannt werden kann, nämlich seine ewige Macht und Göttlichkeit, wie der Apostel Paulus sagt Röm. 1, 20. Dies alles reicht hin, um die Menschen zu überführen und zu machen, dass sie keine Entschuldigung haben. Zweitens gibt er sich uns weit klarer und deutlicher in seinem heiligen und göttlichen Worte2 zu erkennen und offenbart sich, soviel nämlich uns in diesem Leben zu seiner Ehre und zum Heile der Seinigen notwendig ist.

Turrettinis Beweise für die Inspiration der Heiligen Schrift

In seiner systematischen Theologie „Institutes of Elenctic Theology“ schreibt der Schweizer Reformator der 2. Generation Francois Turritini über die sicheren Beweise für die Inspiration der Heiligen Schrift:

  • Die Bibel behauptet von sich selbst, von Gott eingehaucht (theopneuston) zu sein.
  • externe Kennzeichen
    • ihre Antiquität
    • ihre erstaunliche Bewahrung
    • die Offenheit ihrer Schreiber (selbst über die eigenen Fehler)
    • die große Zahl der Märtyrer, die für sie ihr Leben gaben
    • das Zeugnis der Feinde des Evangeliums, die die Wunder Jesu bestätigten
    • die große Verbreitung der Heiligen Schrift in allen Kulturen

InaraTalk vom 3.6.2017 – Pornografie

Download (mp3)

In dieser Ausgabe von InaraTalk sprechen wir darüber, was die Bibel zum Thema Pornografie sagt, wie man schrittweise davon frei werden kann und welche empfehlenswerten Ressourcen es gibt.

Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht enthaltet. 1. Thessalonicher 4:3

InaraTalk vom 21.5.2017 – Unterscheidung

Download (mp3)

In dieser Ausgabe von InaraTalk sprechen wir über die biblische Disziplin der Unterscheidung, warum sie wichtig ist und wie man sie gut ausüben kann.

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. 1. Johannes 4:1

Augustinus verteidigt die Heilige Schrift gegen den großen Hieronymus

Obwohl Hieronymus in der alten Kirche sehr geachtet war, zögerte Augustinus nicht, ihn zurechtzuweisen, als er merkte, daß er das Wort Gottes verdrehte.

Auch habe ich einige Schriften über die Briefe des Apostels Paulus gelesen, deren Verfasser du sein sollst. Bei der Erklärung des Galaterbriefes bist du auch an jene Stelle gekommen, wo der Apostel Petrus vor verderblicher Verstellung gewarnt wird. Daß hier nun ein so berühmter Mann wie du oder ein anderer, wenn ein anderer jene Schriften verfaßt hat, eine Verteidigung der Lüge unternommen hat, das macht mir, ich gestehe es, so lange heftigen Schmerz, bis meine Gegengründe widerlegt werden, wofern dies etwa möglich ist.

Laß dir kein X für ein U vormachen!

Viele von uns übernehmen viel zu leichtfertig, was wir von der Kanzel hören, von christlichen Experten in christlichen Zeitschriften oder von unserem familiären Umfeld. Diese Leichtfertigkeit ist aber nicht edel im biblischen Sinn. Edel waren die Beröer.

Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift , ob es sich so verhalte. Apostelgeschichte 17:11

Die Juden in Beröa verbanden eine Bereitwilligkeit, das Wort zu hören und aufzunehmen, mit der Leidenschaft, die Lehre des Paulus zu prüfen, indem sie intensiv im Wort Gottes forschten, ob seine Lehre damit zusammenpaßte.

Das Primat der Erfahrung

Als ich neulich einem Pastor gegenüber andeutete, daß das Konzept Sünde und die Heiligkeit Gottes in seiner Verkündigung fehlen, antwortete er mir:

Ich erlebe Gott so nicht. Ich erlebe den Gott der Bibel als einen zugewandten Gott.

Ich halte diese Aussage als typisch für eine sogenannte Erfahrungstheologie. Bei dieser bestimmt meine Erfahrung, wie ich an einzelne Bibeltexte herangehe, welche Stellen ich mehr betone und welche ich weniger betone oder gar weglasse. Ich mache bestimmte Erfahrungen mit Gott, auf Grundlage einiger Bibelstellen die ich zur Anwendung bringe, und diese Erfahrungen bestimmen dann mein Bild von Gott, welches zu einer Brille wird, mit der ich den Rest der Bibel lese.

Das Aufhören von Zungenrede und Prophetie

In einem Positionspapier entfaltet Greg Loren Durand die traditionell reformierte Sicht auf die besonderen Geistesgaben.

Zunächst zitiert er einschlägige Stellen aus den Instituten von Calvin, dem Westminster Bekenntnis sowie von den Theologen Martin Luther, Charles Spurgeon und B.B. Warfield, die alle bekannten, daß die besonderen Geistesgaben wie Zungenrede und Prophetie eine besondere Funktion in der frühen Kirche hatten, dann aber aufhörten, als diese Funktion erfüllt wurde.

Der Gebrauch des Verstandes

Wir sind unter den Evangelikalen sehr vorsichtig, wenn es darum geht, den Verstand zu gebrauchen. Oft lauert aus unserer Sicht dahinter die Gefahr der Bibelkritik. Das hat natürlich eine Grundlage, denn zu oft hat sich die menschliche Ratio selbst vergöttert und sich immer mehr vom Vertrauen auf das Wort Gottes entfernt. Aber das ist kein zwangsläufiger Schritt. Gerade die Puritaner zeigten, wie die menschliche Vernunft wunderbar mit dem Wort Gottes zusammenarbeiten kann.