Was sagt denn die Schrift?

Das baptistische Glaubensbekenntnis von 1649 enthält folgende interessante Passage zur Herangehensweise an die Heilige Schrift und zur Art und Weise, wie man Theologie betreiben sollte:

Der ganze Ratschluß Gottes bezüglich all der Dinge, die zu seiner eigenen Ehre und für die Erlösung, den Glauben und das Leben des Menschen notwendig sind, ist entweder ausdrücklich in der Schrift dargelegt oder kann mit Gewißheit aus der Schrift erschlossen werden. Zu ihr darf zu keiner Zeit irgend etwas hinzugefügt werden, weder durch neue Offenbarung des Geistes noch durch menschliche Überlieferungen. (siehe 2 Tim 3,15-17; Gal 1,8-9)

Martin Luther über das außergewöhnliche Wirken des Heiligen Geistes

Das allein will ich von euch erfahren: Habt ihr den Geist durch Werke des Gesetzes empfangen oder durch die Verkündigung vom Glauben? Galater 3:2

In seinem Kommentar zu Galater 3:2 schreibt Martin Luther folgendes über das außergewöhnliche Wirken des Heiligen Geistes in der Apostelgeschichte:

Es spricht aber Paulus hier von einer Kundmachung des Geistes in der Urgemeinde; es kam nämlich der Heilige Geist in einer Art offenkundiger Erscheinung über die Gläubigen und so gab er sicheres Zeugnis, daß er bei der Predigt der Apostel zugegen sei; gleichzeitig bezeugte er, daß die, die das Wort vom Glauben von den Aposteln hörten, bei Gott für gerecht gehalten würden; sonst wäre er nicht auf sie herabgestiegen. –