Der eindimensionale Mensch

Herbert Marcuse hat in seiner Gesellschaftskritik das Konzept des eindimensionalen Menschen entwickelt. Moderne Technik und soziale Strukturen würden einen Menschen hervorbringen, der nicht mehr fähig sei, zu reflektieren.

Ich denke, an seiner Kritik ist einiges dran, denn wir erleben dieses Typ Mensch heute überall. Menschen, die nur eindimensional über ein Problem nachdenken und aus ihrer gesellschaftlichen Echokammer heraus nur noch eine Meinung dulden.

Nur, wie kommt man aus dieser Eindimensionalität wieder heraus? Für Marcuse war der Weg dazu die gesellschaftliche Revolution und die Weigerung, sich von den Eigengesetzlichkeiten der Moderne bestimmen zu lassen. Dies wurde zu einem Hauptmotiv der 68er Bewegung. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht aber sehr ernüchternd, denn die Rebellen sind dann selbst wieder einer neuen Eindimensionalität verfallen.