Paul Washers Abrechnung mit untreuen Pastoren

In dieser Predigt ruft Paul Washer alle christlichen Leiter auf, die Gemeinde Gottes ausschließlich auf Grundlage der Heiligen Schrift und zur Ehre Gottes allein zu führen. Eine schallende Ohrfeige für die evangelikale Bewegung.

Die Mahnungen der Hirten

Als Christian und Hoffnungsvoll während ihrer Pilgerreise bei den Hirten vorbeikamen, erhielten sie von ihnen drei Mahnungen:

  1. Sie sahen den Hügel des Irrtums. Sie sollten nie zu hoch steigen oder zu nahe an den Rand seines Steilhangs kommen, um nicht hinunterzufallen und umzukommen.
  2. Sie sahen den Berg der Warnung. Von dort beobachteten sie, wie ein kleiner Zauntritt vom Pilgerweg abführte, den viele beschritten, weil der Weg vor ihnen zu rauh erschien. Doch wurden sie durch diesen Abweg zur Burg des Zweifels geführt und dem Riesen Verzweiflung. Dieser steckte sie in das Gefängnis in seiner Burg, wo sie ihr Augenlicht verloren und zum ständigen Umherirren verdammt wurden.

Luther über faule Prediger und Pastoren

In der Vorrede zu seinem großen Katechismus schreibt Martin Luther:

Dass wir den Katechismus so sehr treiben und zu treiben beide begehren und bitten, haben wir nicht geringe Ursache, dieweil wir sehen, dass leider viel Pfarrherrn und Prediger hierin sehr säumig sind und verachten beides, ihr Amt und diese Lehre, etliche aus großer hoher Kunst, etliche aber aus lauter Faulheit und Bauchsorge, welche sich nicht anders zur Sache stellen, denn als wären sie um ihres Bauches willen Pfarrherrn oder Prediger und müßten nichts tun, denn der Güter gebrauchen, solange sie leben; wie sie unter dem Papsttum gewohnt.

Was ist die Aufgabe eines Pastors?

Colin Marshall und Tony Payne stellen in ihrem Buch „Das Spalier und der Weinstock“ ein Modell für die Gemeindearbeit vor, welches die Jüngerschaft des einzelnen Gemeindemitglieds im Zentrum hat. In Kapitel 8 vergleichen sie drei Dienstverständnisse des Pastors einer Gemeinde miteinander.

Das erste Modell „Der Pastor als Geistlicher“ ist die traditionelle Auffassung vieler reformierter oder lutherischer Gemeinden. Die Aufgabe des Pastors besteht darin, zu predigen und geistliche Dienste anzubieten. Der Sonntag hat mit seinem Gottesdienst einen hohen Stellenwert und an den Wochentagen kommt die Gemeinde wenn überhaupt, dann vorrangig zu besonderen Anlässen (Kasualien) zusammen. Der Pastor übt seinen Hirtendienst aus, indem er seelsorgerliche Gespräche führt und die Gemeindemitglieder zu Hause besucht. Im Grunde ist eine solche Gemeinde wie ein kleiner Tante-Emma-Laden oder ein 1-Mann-Betrieb: einer macht alles. Die Mitglieder der Gemeinde sind für die meiste Zeit Konsumenten, die daran interessiert sind, daß der Betrieb der Gemeinde aufrechterhalten bleibt.

Pastor zu sein ist eine gefährliche Berufung

Paul Tripp hat einen schmerzhaften Liebesbrief an alle Menschen im pastoralen Dienst geschrieben. Ein Liebesbrief, weil seine tiefe Liebe und Wertschätzung für Menschen in dieser Berufung auf jeder Seite deutlich wird. Schmerzhaft, weil er wichtige Fragen stellt, die das persönliche Leben des Pastors betreffen, und zu einer Änderung der pastoralen Kultur in unseren Gemeinden aufruft.

Erfahrungen aus einem Besuch in Amerika

Im Januar durfte ich für zweieinhalb Wochen die Vereinigten Staaten besuchen, hauptsächlich wegen einer Pastorenkonferenz in unserer Partnergemeinde in Jacksonville. Daneben nahm ich aber auch an der Passion Konferenz 2015 und einer Ligonier Konferenz teil. Außerdem konnte ich viele Freunde und Bekannte besuchen, und neue Kontakte knüpfen. Mir sind folgende Eindrücke aus der Reise hängengeblieben.

Gastfreundschaft

Ich wurde in mehreren christlichen Familien so freundlich aufgenommen, daß es für mich ein echtes Vorbild gelebter christlicher Nächstenliebe wurde. Die Bibel ruft ausdrücklich zur Gastfreundschaft auf (Hebräer 13:2) und ich war beeindruckt, wie viele Familien mir ihre Türen und Herzen geöffnet haben und ganz praktisch durch finanzielle Unterstützung oder dem Ausleihen eines Fahrzeugs aushalfen.