In Christus sein

Warum wird eigentliche die wichtigste Bezeichnung des Neuen Testaments für die Nachfolger Jesu Christi, nämlich daß sie „in Christus“ sind, heute so wenig von ihnen als Selbstbezeichnung gewählt? Diese Frage ist der Aufhänger eines äußert interessanten Buchs von Sinclair Ferguson „The Whole Christ: Legaglism, Antinomianism, and Gospel Assurance„.

Ferguson beschäftigt sich in diesem Buch mit dem Spannungsfeld zwischen Gesetzlichkeit und ihrem Gegenteil, Freizügigkeit. Er bettet seine Überlegungen in eine Behandlung einer historischen Auseinandersetzung innerhalb der schottischen Kirche ein. Dort hatte im 18. Jahrhundert ein Buch namens „The Marrow of Modern Divinity“ großes Aufsehen erregt, weil es von Pastoren benutzt wurde, um die Gesetzlichkeit der Kirche ihrer Zeit anzuklagen und wieder neu auf Jesus und die Herrlichkeit seines Evangeliums hinzuweisen.