Gesetz vs. Evangelium

Martin Luther hat in seinem theologischen Denken sehr stark zwischen den Begriffen Gesetz und Evangelium unterschieden. In seinem Kommentar zum Galaterbrief schreibt er:

Wenn ein Pferd reden könnte, müßte es zugestehen, daß es zwei verschiedene Dinge sind, wenn ihm das eine Mal der Pferdeknecht Hafer zum Fraß vorwirft und wenn er ein anderes Mal auf ihm reitet. So sind Verheißung und Gesetz so weit wie Himmel und Erde voneinander entfernt. Das Gesetz fordert: Tu das! Die Verheißung schenkt: Nimm das!

Der vergängliche Genuß der Sünde

Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuss der Sünde zu haben, da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an. Hebräer 11:25‭-‬26

In Bezug auf die Sünde betont die Bibel immer wieder, daß ihr Genuß vergänglich und leer ist. Sie bietet ein Vergnügen auf Zeit (kairos).

Ein Antrieb, der Sünde zu entsagen, ist sie mit den ewigen Freuden zu vergleichen, die wir durch die Beziehung zu Gott haben.

All Glory Be to Christ

Should nothing of our efforts stand
No legacy survive
Unless the Lord does raise the house
In vain its builders strive

To you who boast tomorrow’s gain
Tell me what is your life
A mist that vanishes at dawn
All glory be to Christ!

All glory be to Christ our king!
All glory be to Christ!
His rule and reign will ever sing,
All glory be to Christ!

His will be done
His kingdom come
On earth as is above
Who is Himself our daily bread
Praise Him the Lord of love

John Pipers berühmteste Predigt

Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Galater 6:14

Zur OneDay Konferenz im Jahr 2000 hielt John Piper vor tausenden Jugendlichen seine wohl berühmteste Predigt. Ausgehend von Galater 6:14 erklärt er, daß wir unser Leben nicht mit nichtigen Dingen vergeuden sollen, sondern aus der Freude und dem Rühmen über das Kreuz es ganz dafür geben, daß andere diese Freude auch erfahren können.

Die goldene Kette von William Perkins

Der Puritaner William Perkins entwarf eine Übersicht des Ordo Salutis (lat. für Heilsordnung), die den Menschen seiner Zeit helfen sollte, Gottes Heilshandeln im Evangelium zu verstehen.

Eine Heilsordnung gibt den ganzen Prozeß wieder, den Gott beschreitet, um einen Sünder zu retten. Perkinses Heilsordnung ist durch und durch reformiert ausgerichtet – mit einer starken Betonung auf das Erwählungshandeln Gottes.

In Christus sein

Warum wird eigentliche die wichtigste Bezeichnung des Neuen Testaments für die Nachfolger Jesu Christi, nämlich daß sie „in Christus“ sind, heute so wenig von ihnen als Selbstbezeichnung gewählt? Diese Frage ist der Aufhänger eines äußert interessanten Buchs von Sinclair Ferguson „The Whole Christ: Legaglism, Antinomianism, and Gospel Assurance„.

Ferguson beschäftigt sich in diesem Buch mit dem Spannungsfeld zwischen Gesetzlichkeit und ihrem Gegenteil, Freizügigkeit. Er bettet seine Überlegungen in eine Behandlung einer historischen Auseinandersetzung innerhalb der schottischen Kirche ein. Dort hatte im 18. Jahrhundert ein Buch namens „The Marrow of Modern Divinity“ großes Aufsehen erregt, weil es von Pastoren benutzt wurde, um die Gesetzlichkeit der Kirche ihrer Zeit anzuklagen und wieder neu auf Jesus und die Herrlichkeit seines Evangeliums hinzuweisen.

Von der Angst befreit

Eduard Lohses Einleitung zu den Mysterienreligionen im alten Griechenland kommt mir merkwürdig aktuell vor:

Aberglaube und Schicksalsvorstellung, Wundersucht, Astrologie und Magie, die in hellenistischer Zeit zahlreiche Anhänger gefunden hatten, lassen erkennen, daß die Menschen von tiefer Sorge und Lebensunsicherheit erfaßt waren. Bedroht von Mächten und Dämonen, von Krankheiten und unvorhergesehenen Schicksalsschlägen, lebte man in Ungewißheit und Angst und fühlte sich übermächtigen Gewalten unterworfen, denen gegenüber man sich nicht zu behaupten vermochte. Durch allerlei Praktiken und Vorsichtsmaßnahmen suchte man sich zu wappnen und zu schützen, um dem Schicksal standhalten zu können. Die Frage, wie man einem düsteren Untergang entrinnen und von der Angst befreit werden könne, verlangte nach einer Antwort. Diese Antwort gaben für ihren Teil die Mysterienreligionen, die dem Menschen Rettung verhießen, indem sie ihm heilende Kraft anboten, die dem Leiden und selbst dem Tode Widerstand leisten sollte.

Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen

Ach sagt mir nichts von Gold und Schätzen,
von Pracht und Schönheit dieser Welt;
es kann mich ja kein Ding ergötzen,
das mir die Welt vor Augen stellt.
Ein jeder liebe, was er will,
ich liebe Jesum, der mein Ziel.

Er ist alleine meine Freude, mein Gold,
mein Schatz, mein schönstes Bild,
in dem ich meine Augen weide
und finde, was mein Herze stillt.
Ein jeder liebe, was er will,
ich liebe Jesum, der mein Ziel.

Die Welt vergeht mir ihren Lüsten,
des Fleisches Schönheit dauert nicht,
die Zeit kann alles das verwüsten,
was Menschenhände zugericht.
Ein jeder liebe, was er will,
ich liebe Jesum, der mein Ziel.