Ohne Unterweisung leben Christen wie Säue

Als Martin Luther durch das Nachsinnen über Römer 1:16,17 zum Glauben an das Evangelium durchgestoßen war, dachte er zunächst, daß es von nun an ausreichen würde, allein das Evangelium zu verkünden, um die Menschen zu Christus zu führen und sie im Glauben zu erhalten. Außerdem ging er davon aus, daß Jesus bald wiederkommen werde und er Teil der endzeitlichen Erneuerung der Gemeinde sei. Als er merkte, daß beides nicht zutraf, begann er umzudenken. Er merkte, daß neben der Verkündigung des Evangeliums noch die gezielte Unterweisung der Gläubigen vonnöten ist, damit diese wirklich im Glauben an Christus gegründet werden und an praktischer Gottesfurcht zunehmen. Deshalb verfaßte er den kleinen Katechismus, in dessen Vorrede er auf sein Umdenken eingeht.