Quod non est biblicum, non est theologicum.

Ein zentrales Anliegen der Reformatoren war die Rückkehr zum Wort Gottes, der Bibel. Das Motto „sola scriptura“ drückte aus, daß die Schrift allein die Grundlage für alle theologischen Schlüsse sein sollte. Dazu kam das Prinzip von der Klarheit der Schrift (Perspikuität), welches betonte, daß Gott uns eine Offenbarung gegeben hat, die wir auch verstehen können, und die nicht erst durch Experten gefiltert werden muß.

Ausgehend von diesen Grundüberlegungen kam man zu folgender Überzeugung: Was nicht biblisch ist, ist auch nicht theologisch (quod non est biblicum, non est theologicum). Man wehrte sich gegen theologische Spekulationen, die sich vom Wort Gottes loslösen und nicht mehr durch klare biblische Stellen belegt werden können.

Von der Klarheit der Heiligen Schrift

Vom 10. bis 12. März fand in Hamburg die 6. Konferenz des Netzwerks Evangelium21 mit dem Thema „Gott beim Wort nehmen“ statt. Zu den Referenten gehörten Kevin DeYoung (University Reformed Church), William Taylor (St. Helen’s Bishopsgate) und Stephen Nichols (Reformation Bible College).

Ein Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Lehre von der Klarheit (Perspikuität) der Heiligen Schrift. Dabei geht es um die grundsätzliche Verständlichkeit des Wortes Gottes. Gott hat auf eine Weise mit seinem Volk kommuniziert, die es ihm ermöglichen sollte, die zentralen Aussagen seines Wortes und den Weg der Erlösung leicht zu verstehen. Nur so kann die Bibel als eine Leuchte für unsere Füße und ein Licht für unseren Weg gelten (Psalm 119:105).