Das Jüngerschaftsprinzip aus 2. Timotheus 2:2

Paulus nannte Timotheus sein „geliebtes Kind“ im Glauben (2. Timotheus 1:2). Er stammte aus einer Familie, die ihn schon früh in den Heiligen Schriften unterwies. Paulus führte ihn vermutlich während seiner ersten Missionsreise, als er auch die Heimstadt von Timotheus, Lystra, besuchte, zum Glauben an Jesus (siehe Apostelgeschichte 14:6-23). Dort stieß Paulus im Übrigen auf starken Widerstand und wurde sogar gesteinigt, wodurch er früh ein Vorbild für Timotheus wurde in der Bereitschaft, für das Evangelium zu leiden. Während seiner zweiten Missionsreise kehrte er nach Lystra zurück und wählte Timotheus zu seinem Begleiter aus (Apostelgeschichte 16:1-3). Obwohl Timotheus zu diesem Zeitpunkt erst circa 20 Jahre alt war, war er schon für seine Gottesfurcht bekannt. Er wurde für den Rest seines Lebens zum treuen Jünger, Freund und schließlich Mitarbeiter des Paulus. Mit ihm wirkte er in Beröa, Athen und Korinth, und er begleitete ihn auf seiner Reise nach Jerusalem. Er war mit Paulus in Rom bei dessen erster Gefangenschaft und ging nach seiner Freilassung nach Philippi. Paulus erwähnte ihn immer wieder in seinen Briefen und sandte ihn wiederholt als seinen Vertreter zu den Gemeinden. Timotheus wurde schließlich Pastor der Gemeinde in Ephesus.

Unsichere Leiter

In einem Vortrag im Rahmen seiner Gemeindegründungskonferenz 2011 sprach Pastor Johnny Hunt von der First Baptist Church Woodstock über unsichere Leiter in christlichen Gemeinden, ihre Merkmale und welche Probleme sie schaffen. Diese Botschaft sei unter den am meist-nachgefragten Themen, da Gemeinden immer wieder davon betroffen wären. Einer der Hauptgründe für Probleme im Dienst der Gemeinden seien unsichere Leiter. Leiter, die gute Mitarbeiter verprellen, weil sie sich von ihnen bedroht fühlten. Als Beispiel gab er König Saul im Alten Testament und seine Beziehung zu David. Saul wäre der unsicherste Leiter der ganzen Bibel. Leiterschaftsentwicklung sei aber gerade für Gemeinden wichtig, denn wenn man eine Gemeinde zum wachsen bringen möchte, muß man in das Wachstum ihrer Leiter investieren. Es gäbe schon genug Ermahnung in Gemeinden, nun müsse auch das Vorbild guter Leiter folgen. Der Kernauftrag einer Gemeinde sei es, Menschen zu Jüngern zu machen. Dazu benötige es Leiter, die ihre Verantwortung in der Jüngerschaft wahrnehmen. Dagegen seien unsichere Leiter ein Schaden sowohl für sich selber, als auch für die Gemeinden, die sie leiten. Sie bringen ihre Gemeindemitglieder und ihren Dienst in Gefahr, weil sie nur an sich selbst, anstatt an andere denken.