Himmelfahrt – Die unterschätzte Lehre

R.C. Sproul erwähnt in diesem Vortrag über die Heiligkeit Gottes, daß die glorreiche Himmelfahrt unseres Herrn Jesus in unseren theologischen Reflektionen viel zu wenig Beachtung findet. Dabei handelt es sich um seine Einsetzung als König.

Im Buch Daniel wird dieser Krönung folgendermaßen angekündigt:

Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrundegehen. Daniel 7:13-14

Anonyme Christen?

Im 20. Jahrhundert sprach der katholische Theologe Karl Rahner davon, daß auch Menschen in anderen Religionen Christen sein können, selbst wenn sie es gar nicht wissen. Er nannte diese Menschen „anonyme Christen“. Seitdem versuchen auch viele Evangelikale eine Theologie zu entwickeln, die den Alleinanspruch Jesu nicht mehr in den Mittelpunkt nimmt, sondern allen Menschen die Möglichkeit gibt, auf ihre Weise Gott zu erkennen und am Ende gerettet zu sein (Inklusivismus).

Brian McLaren, ein Vertreter der emergenten Gemeindebewegung, schreibt zum Beispiel über den Missionsbefehl:

John Pipers berühmteste Predigt

Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Galater 6:14

Zur OneDay Konferenz im Jahr 2000 hielt John Piper vor tausenden Jugendlichen seine wohl berühmteste Predigt. Ausgehend von Galater 6:14 erklärt er, daß wir unser Leben nicht mit nichtigen Dingen vergeuden sollen, sondern aus der Freude und dem Rühmen über das Kreuz es ganz dafür geben, daß andere diese Freude auch erfahren können.

Gemeinden am Wort Gottes ausrichten

Daß die Gemeinde sich immer wieder neu am Wort Gottes ausrichten soll, war ein Schlachtruf, der in der Reformation durch das Prinzip Sola Scriptura seinen Ausdruck fand. Allein die Schrift sollte der Richter, die Regel und die Richtschnur für das kirchliche Leben sein. Wie das Buch „Mission Drift – The Unspoken Crisis Facing Leaders, Charities, and Churches” von Peter Greer aber deutlich macht, können selbst Gemeinden, die auf diesem Prinzip gegründet wurden, allmählich von ihrer ursprünglichen Mission abdriften. Man verliert die Bestimmung, weil andere Dinge im Gemeindealltag wichtiger werden oder neue Ziele zur Mission der Gemeinde hinzugefügt werden, die den ursprünglichen Zielen widersprechen oder sie in der Praxis neutralisieren. Peter Drucker empfiehlt fünf Fragen, die sich jede Organisation stellen sollte, um sich wieder an ihre ursprüngliche Mission zu erinnern. Im Gemeindekontext empfiehlt es sich, bei der Beantwortung dieser Fragen eine Bibel zu Rate zu ziehen, damit man wieder ganz neu aus der Heiligen Schrift erkennt, wozu Gemeinde geschaffen und was ihr Auftrag in dieser Welt ist.