Wie definieren unterschiedliche religiöse Traditionen die Erbsünde?

  • die römisch-katholische Sicht
    • Die Sünde Adams kostete ihm und der ganzen Menschheit die ursprüngliche Heiligkeit, die Gott ihm gab. Aber diese ursprüngliche Sünde wird den Nachkommen Adams nicht als persönliche Schuld angerechnet. Nur freiwillige Übertretung ist Sünde. Die Begierde (Konkupiszenz), die verbleibt, ist keine Sünde. Erbsünde ist nur ein Mangel an Heiligkeit, ein Fleck oder eine Deformation. Die gefallene menschliche Natur ist nicht vollkommen verdorben worden, noch hat sie die Fähigkeit verloren, auf Gottes Liebe zu antworten. Demnach hat die Erbsünde die Freiheit des Willens geschwächt aber nicht vollkommen zerstört.