Die Kennzeichen eines treuen Dienstes am Evangelium

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  • Paulus hat ein sehr besonderes Verhältnis zur Gemeinde in Ephesus, die er mitgegründet hatte und wo er viel Zeit zu Beginn seiner dritten Missionsreise verbracht hatte.
  • Später sandte er Timotheus als Pastor nach Ephesus und schließlich würde sogar Johannes dort dienen.
  • Die Gemeinde hatte für ihn strategische Bedeutung für die ganze Region.
17 Von Milet aber sandte er nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde herüberrufen.
  • Als Paulus sich auf der Rückreise befand, wollte er nochmal ausdrücklich mit den Ältesten der Gemeinde in Ephesus sprechen und sie besonders ermahnen und ermutigen.

Paulus und das Gesetz

Die Freie evangelische Gemeinde München-Mitte und das Martin Bucer Seminar luden am 23. März zu einem Vortragsabend mit dem Neutestamentler Prof. Dr. Peter O’Brien ein. Das Thema war „Paulus und das Gesetz“.

O’Brien bezeichnete das Verhältnis zum Gesetz als den kompliziertesten Aspekt der Theologie des Paulus. Dabei sei seine Theologie des Gesetzes tief verwoben mit seinem Verständnis des Evangeliums. Es sei wichtig zu verstehen, worin es eine Kontinuität vom Alten zum Neuen Testament gäbe, und wo die Diskontinuität läge. Eine zentrale Frage des Abends drehte sich um den Platz des Gesetzes im Leben des Gläubigen. Jesus hatte das Gesetz bis auf den kleinsten Buchstaben bekräftigt (Matthäus 5:17-19). Für Paulus war das Gesetz heilig, gerecht und gut (Römer 7:12). Auf der anderen Seite äußere der Apostel aber sehr deutlich, daß das Gesetz abgeschafft sei. Der Hebräerbrief spreche sogar von einer Änderung des Gesetzes. Und doch zitiere Paulus aus dem mosaischen Gesetz und verbinde es mit dem Christen.

Das Jüngerschaftsprinzip aus 2. Timotheus 2:2

Paulus nannte Timotheus sein „geliebtes Kind“ im Glauben (2. Timotheus 1:2). Er stammte aus einer Familie, die ihn schon früh in den Heiligen Schriften unterwies. Paulus führte ihn vermutlich während seiner ersten Missionsreise, als er auch die Heimstadt von Timotheus, Lystra, besuchte, zum Glauben an Jesus (siehe Apostelgeschichte 14:6-23). Dort stieß Paulus im Übrigen auf starken Widerstand und wurde sogar gesteinigt, wodurch er früh ein Vorbild für Timotheus wurde in der Bereitschaft, für das Evangelium zu leiden. Während seiner zweiten Missionsreise kehrte er nach Lystra zurück und wählte Timotheus zu seinem Begleiter aus (Apostelgeschichte 16:1-3). Obwohl Timotheus zu diesem Zeitpunkt erst circa 20 Jahre alt war, war er schon für seine Gottesfurcht bekannt. Er wurde für den Rest seines Lebens zum treuen Jünger, Freund und schließlich Mitarbeiter des Paulus. Mit ihm wirkte er in Beröa, Athen und Korinth, und er begleitete ihn auf seiner Reise nach Jerusalem. Er war mit Paulus in Rom bei dessen erster Gefangenschaft und ging nach seiner Freilassung nach Philippi. Paulus erwähnte ihn immer wieder in seinen Briefen und sandte ihn wiederholt als seinen Vertreter zu den Gemeinden. Timotheus wurde schließlich Pastor der Gemeinde in Ephesus.