InaraTalk vom 8.6.2017 – Politik

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In dieser Ausgabe von InaraTalk beschäftigen wir uns mit dem Thema Politik, was sie ist, welche Sicht man als Christ auf Politik haben und welche Partei man wählen sollte. Außerdem besprechen wir einige hilfreiche Ressourcen zu dem Thema.

Die politische Unabhängigkeit des Christen

Os Guinness schreibt in seinem Buch „Die Asche des Abendlandes“ über den dritten Weg, den Christen oft einschlagen müssen:

Der dritte Weg wird nicht einfach sein. Er wird einsam sein. Manchmal muß der Christ den Mut haben, auf seiten des Establishments zu stehen und den Radikalen ganz klar ihre destruktive und kontraproduktive Gewalt vor Augen halten. Manchmal muß er auf seiten der entrüsteten Radikalen stehen und ihre gerechtfertigten Forderungen nach Abhilfe und Wiedergutmachung unterstützen. Der Christ steht auf beiden Seiten, abhängig davon, wann welche recht hat, aber er steht auch in furchtloser Opposition gegen beide, wenn sie jeweils unrecht haben.

Wayne Grudem zur Klimadebatte

In seinem äußerst umfangreichen Buch „Politics – According to the Bible“ versucht Wayne Grudem eine christliche Position gegenüber einer Vielzahl von Problemen zu entwickeln, die momentan in der Politik diskutiert werden. Ein längeres Kapitel befaßt sich mit Fragen zum Thema Umwelt- bzw. Klimaschutz.

Zum einen deckt Grudem auf, wie vorurteilsgesteuert viele Modelle sind, die dazu gebraucht werden, um Entwicklungen der Umwelt zu berechnen. Oft müssen Faktoren gewichtet werden (Wirken sie sich positiv oder negativ aus und wenn ja, wie stark?), wobei diese Wichtung höchst subjektiv ist.

Zwei Worte zu Trump

Ich habe einige christliche Freunde, die Trump vehement verteidigen und sich freuen, daß er Dinge anspricht, die ihnen schon lange auf dem Herzen liegen. Andere wiederum kritisieren ihn genauso vehement und ärgern sich an seinem Verhalten und den Werten, die er repräsentiert. Nach meiner Erfahrung gibt es Aspekte der christlichen Botschaft, die beide Lager oft übersehen. Auf sie möchte ich kurz hinweisen und damit für mehr Demut und Verständnis werben.

Christen, die Trump unterstützen, sehen ihn oft als Galionsfigur konservativer Werte. Er setzt sich gegen Abtreibung ein, für die persönliche Verantwortung des Einzelnen und für, aus ihrer Sicht, berichtigte nationale Interessen. Außerdem scheint er die Situation der weltweiten Verfolgung von Christen mehr auf dem Schirm zu haben als sein Vorgänger.