Worauf es bei einer theologischen Ausbildung ankommt

Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, dass sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren. Apostelgeschichte 4:13

In diesem Vortrag geht Iain Murray darauf ein, welche Qualitäten die Puritaner bei einem Prediger des Evangeliums schätzten.

Gleich im ersten Punkt behandelt er das schwierige Thema der theologischen Ausbildung. Die Puritaner schätzten Bildung. John Owen und viele andere sind ein eindrückliches Beispiel dafür. Aber sie wußten auch, daß wahre Bildung nur vom Geist Gottes kommt (1. Korinther 2) und durch intensiven Umgang mit dem Wort Gottes (Psalm 1). Außerdem waren sie sich im Klaren, daß die Ausbildung eines Predigers im Allgemeinen von der Welt nicht geschätzt wird, weil sie das Evangelium ablehnt.

Die goldene Kette von William Perkins

Der Puritaner William Perkins entwarf eine Übersicht des Ordo Salutis (lat. für Heilsordnung), die den Menschen seiner Zeit helfen sollte, Gottes Heilshandeln im Evangelium zu verstehen.

Eine Heilsordnung gibt den ganzen Prozeß wieder, den Gott beschreitet, um einen Sünder zu retten. Perkinses Heilsordnung ist durch und durch reformiert ausgerichtet – mit einer starken Betonung auf das Erwählungshandeln Gottes.

Die geistliche Kraft der Puritaner

Beim Lesen von Büchern und Gebeten der Puritaner fällt mir immer wieder ihre Leidenschaft auf, mehr von Jesu Gegenwart zu erleben und ihm ähnlicher zu werden. Als Beispiel kann dieser Auszug aus einem Kirchenlied von John Newton gelten:

More of thy presence, Lord, impart,
More of thine image let me bear;
Erect thy throne within my heart,
And reign without a rival there.

Was man aber schnell überliest bzw. was ich lange übersehen habe ist, woher diese Leidenschaft kommt. Die Puritaner sind nicht einfach geistlicher geboren worden als wir Menschen heute. Ihr Feuer für Jesus kam durch das Evangelium. Sie dachten tief über die Wahrheiten des Evangeliums nach, wie unsere Sünde durch Christus gesühnt wurde, und der Heilige Geist nutzte das, um ihr Herz zu entzünden. So geht das Kirchenlied folgendermaßen weiter: