Die Gründung der Sieben-Tags-Adventisten

Ich beschäftige mich gerade mit der Gründungsphase der Sieben-Tags-Adventisten anhand des Buchs von George Knight „A Search For Identity – The Development of Seventh-day Adventist Beliefs„. Für mich erstaunlich war es, daß die Gründerväter sowohl die Göttlichkeit Jesu als auch damit zusammenhängend die Dreieinigkeit leugneten.

Besonders interessant fand ich ihr Verständnis davon, wie ein Mensch erlöst wird. Grundlegend für die Bibelauslegung der Adventisten sind die Botschaften der drei Engel in Offenbarung 14. Der erste Engel predigt aus ihrer Sicht in Vers 7 die Rückkehr Jesu und das damit verbundene Gericht Gottes. Diese Predigt wurde 1844 erfüllt, indem der Gründervater William Miller die leibliche Rückkehr Jesu ausgehend von Daniel 8:14 für dieses Jahr voraussagte. Diese wurde dann in eine geistliche Rückkehr uminterpretiert, indem das Heiligtum, welches Jesu reinigt, nicht mehr als die Welt, sondern als das himmlische Heiligtum verstanden wurde. Jesus übt jetzt einen zweiten Dienst dort aus.

Jonathan Edwards vs. N.T. Wright

Im November 1734 hielt Jonathan Edwards zwei Predigten, in denen er das reformatorische Verständnis der Rechtfertigung verteidigte. Es ist erstaunlich, wie sich die Argumente der Gegner von damals denen ähneln, die heute von der Neuen Paulusperspektive vorgebracht werden.

Angeblich wandte sich Paulus im Galaterbrief nicht gegen die Werke des Gesetzes an sich, sondern nur gegen das Zeremonialgesetz. Wenn er schreibt

Doch weil wir erkannt haben, daß der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird. Galater 2:16