Das Aufhören von Zungenrede und Prophetie

In einem Positionspapier entfaltet Greg Loren Durand die traditionell reformierte Sicht auf die besonderen Geistesgaben.

Zunächst zitiert er einschlägige Stellen aus den Instituten von Calvin, dem Westminster Bekenntnis sowie von den Theologen Martin Luther, Charles Spurgeon und B.B. Warfield, die alle bekannten, daß die besonderen Geistesgaben wie Zungenrede und Prophetie eine besondere Funktion in der frühen Kirche hatten, dann aber aufhörten, als diese Funktion erfüllt wurde.

Ein reformierter Umgang mit christlichen Berühmtheiten

Wenn Gott Menschen auf eine besondere Weise begabt, die Bibel zu lehren, und ihnen einen fruchtbaren Dienst schenkt, dann ist das zunächst erst einmal Grund zur Dankbarkeit. Es ist ein Zeichen der Gnade Gottes, daß er seinem Volk fähige Lehrer schenkt.

Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus. Epheser 4:11-12

Schätze der Gnade: Impulse für die reformierte Bewegung

Das Martin Bucer Seminar hat das Jahrbuch 2013 mit dem Titel „Schätze der Gnade – Reformatorische Theologie im 21. Jahrhundert“ zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Darin sind unter anderem vier Aufsätze enthalten, die ich für die moderne reformierte Bewegung in Deutschland als sehr hilfreich empfinde.

Zum einen befaßt sich der Rektor des Martin Bucer Seminars, Thomas Schirrmacher, mit dem Reformator Johannes Calvin. Er stellt das Leben Calvins der schon zu Lebzeiten eintretenden Verleumdung entgegen, die dann in vielen Calvinbiographien kopiert wurde. Er war eben nicht der grausame, despotische, kalte Prädestinationsdiktator, sondern ein warmherziger, demütiger Christ, der seinen Beitrag zur Erneuerung der Kirche in Europa und zur Hinwendung zum Wort Gottes beigetragen hat. Der Artikel von Dr. Schirrmacher sollte helfen, Calvin als Identifikationsfigur teilweise zu rehabilitieren.