Augustinus verteidigt die Heilige Schrift gegen den großen Hieronymus

Obwohl Hieronymus in der alten Kirche sehr geachtet war, zögerte Augustinus nicht, ihn zurechtzuweisen, als er merkte, daß er das Wort Gottes verdrehte.

Auch habe ich einige Schriften über die Briefe des Apostels Paulus gelesen, deren Verfasser du sein sollst. Bei der Erklärung des Galaterbriefes bist du auch an jene Stelle gekommen, wo der Apostel Petrus vor verderblicher Verstellung gewarnt wird. Daß hier nun ein so berühmter Mann wie du oder ein anderer, wenn ein anderer jene Schriften verfaßt hat, eine Verteidigung der Lüge unternommen hat, das macht mir, ich gestehe es, so lange heftigen Schmerz, bis meine Gegengründe widerlegt werden, wofern dies etwa möglich ist.

Laß dir kein X für ein U vormachen!

Viele von uns übernehmen viel zu leichtfertig, was wir von der Kanzel hören, von christlichen Experten in christlichen Zeitschriften oder von unserem familiären Umfeld. Diese Leichtfertigkeit ist aber nicht edel im biblischen Sinn. Edel waren die Beröer.

Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift , ob es sich so verhalte. Apostelgeschichte 17:11

Die Juden in Beröa verbanden eine Bereitwilligkeit, das Wort zu hören und aufzunehmen, mit der Leidenschaft, die Lehre des Paulus zu prüfen, indem sie intensiv im Wort Gottes forschten, ob seine Lehre damit zusammenpaßte.

Sola Scriptura in einer neuen Reformation

„Die christliche Kirche ist die Gemeinde von Brüdern, in der Jesus Christus in Wort und Sakrament durch den Heiligen Geist als der Herr gegenwärtig handelt. Sie hat mit ihrem Glauben wie mit ihrem Gehorsam, mit ihrer Botschaft wie mit ihrer Ordnung mitten in der Welt der Sünde als die Kirche der begnadigten Sünder zu bezeugen, dass sie allein sein Eigentum ist, allein von seinem Trost und von seiner Weisung in Erwartung seiner Erscheinung lebt und leben möchte.

Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“