War der Tod Jesu ein Sühneopfer?

Wie Ron Kubsch in einem kürzlich erschienen Blogeintrag betonte, wird der Gedanke an das Sühneopfer Jesu Christi heute immer mehr hinterfragt, um nicht zu sagen bestritten. Deshalb stellt sich die Frage, wie Jesus selbst eigentlich seine Mission auffaßte. Warum war er auf die Erde gekommen? War der Tod am Kreuz nur ein unvorhergesehener Einschnitt auf seinem Weg, die Gemeinde zu bauen und ihr ein moralisches Vorbild zu liefern? Oder war er gekommen, um sein Leben für seine Schafe zu geben?

God Will Provide a Lamb

Genesis 22:1-14 & Hebrews 11:17-19

Three days journey to the sacred place
A boy and a man with a sorrowful face
Tortured yet faithful to God’s command
To take the life of son with his own hands

Chorus
God will provide a Lamb
To be offered up in your place
A sacrifice so spotless and clean
To take all your sin away

Here’s wood and fire, where’s the sacrifice
A questioning voice and the innocent eyes
Is the son of laughter who you waited for
To die like a lamb to please the Lord

Sei mir tausendmal gegrüßet

Sei mir tausendmal gegrüßet,
der mich je und je geliebt,
Jesu, der du selbst gebüßet
das, womit ich dich betrübt!
Ach wie ist mir doch so wohl,
wenn ich knien und liegen soll
an dem Kreuze, da du stirbest
und um meine Seele wirbest.

Ich bedenke alle Stunden
deiner Leiden große Zahl,
denke deiner heil’gen Wunden,
deiner blut’gen Nägelmal‘.
O wer kann, du Lebensfürst,
den so sehr nach uns gedürst’t,
deine Liebe recht ergründen,
ohne Trost darin zu finden?

Die Verniedlichung des Kreuzes

Daß das Kreuz heute eher als nettes Schmuckstück und Zierde für Kirchengebäude bekannt ist, statt als Folterinstrument auf dem Jesus starb, davon wußte schon Manfred Siebald in seinem Lied „Das kleine Kreuz“ zu singen. Vergessen sind der Schmutz und das Blut, das Jesus dort vergoß, um für unsere Sünden zu bezahlen. Geblieben ist die Erinnerung an einen guten Menschen, der irgendetwas mit der Gründung des Christentums zu tun hatte.

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft. (1. Korinther 1:18)

Christ, der Retter ist da!

In der vorweihnachtlichen Adventszeit gedenkt die christliche Kirche des Kommens des Messias. Aber bei der Frage, warum Jesus auf die Welt gekommen ist, was eigentlich das Ziel seiner Menschwerdung war, gehen die Meinungen innerhalb der Christenheit stark auseinander. Die einen sehen in ihm ein ethisches Vorbild, dem wir durch ein moralisch geführtes Leben nacheifern sollen. Andere betonen zwar die Wichtigkeit seines Sterbens am Kreuz, sehen darin aber eher eine Erlösungsmöglichkeit, die Jesus für alle geschaffen hat, die sie jetzt mit dem Glauben ergreifen wollen. Er hätte uns errettbar gemacht, indem er für unsere Schuld am Kreuz bezahlt hat. Aber wir müßten diese Errettung selbst verwirklichen, indem wir das Angebot der Vergebung annehmen. Potentiell galt Jesu Sühnetod am Kreuz allen Menschen, aber wirklich zählt er nur für die Gläubigen.