Turrettinis Beweise für die Inspiration der Heiligen Schrift

In seiner systematischen Theologie „Institutes of Elenctic Theology“ schreibt der Schweizer Reformator der 2. Generation Francois Turritini über die sicheren Beweise für die Inspiration der Heiligen Schrift:

  • Die Bibel behauptet von sich selbst, von Gott eingehaucht (theopneuston) zu sein.
  • externe Kennzeichen
    • ihre Antiquität
    • ihre erstaunliche Bewahrung
    • die Offenheit ihrer Schreiber (selbst über die eigenen Fehler)
    • die große Zahl der Märtyrer, die für sie ihr Leben gaben
    • das Zeugnis der Feinde des Evangeliums, die die Wunder Jesu bestätigten
    • die große Verbreitung der Heiligen Schrift in allen Kulturen

Das Primat der Erfahrung

Als ich neulich einem Pastor gegenüber andeutete, daß das Konzept Sünde und die Heiligkeit Gottes in seiner Verkündigung fehlen, antwortete er mir:

Ich erlebe Gott so nicht. Ich erlebe den Gott der Bibel als einen zugewandten Gott.

Ich halte diese Aussage als typisch für eine sogenannte Erfahrungstheologie. Bei dieser bestimmt meine Erfahrung, wie ich an einzelne Bibeltexte herangehe, welche Stellen ich mehr betone und welche ich weniger betone oder gar weglasse. Ich mache bestimmte Erfahrungen mit Gott, auf Grundlage einiger Bibelstellen die ich zur Anwendung bringe, und diese Erfahrungen bestimmen dann mein Bild von Gott, welches zu einer Brille wird, mit der ich den Rest der Bibel lese.