Martin Luthers Tauflehre im Widerspruch mit seiner Lehre vom Glauben

Im Kommentar zu Galater 3:27 macht Luther starke Aussagen dazu, was bei der Taufe angeblich passiert:

Weiter sind wir voll von böser Lust, Unreinheit, Geiz usw. Dieses Kleid, diese verderbte und sündige Natur haben wir durch Abstammung von Adam her überkommen; Paulus redet da von dem alten Menschen. „Der ist auszuziehen mit seinen Werken“, Epheser 4,22, Kolosser 3,9, wir sollen aus Adams Söhnen Gottes Kinder werden. Das geschieht nicht durch Änderung des Gewandes, nicht durch irgendwelche Gesetze oder Werke, sondern durch die Wiedergeburt und Erneuerung, die in der Taufe geschieht. Davon redet Paulus in diesem Brief Kapitel 3,27: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen.“ Titus 3,5 steht: „Nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt etc.“ Es erhebt sich nämlich in den Getauften ein neues Licht und eine neue Flamme, es entstehen neue und fromme Regungen, Furcht Gottes, Vertrauen zu Gott, Hoffnung etc., es entsteht ein neuer Wille.

Ein Taufgespräch um 1662

Im Book of Common Prayer der anglikanischen Kirche von 1662 wird eine Liturgie für die Taufe eines Erwachsenen wiedergegeben. Es fällt auf, welch große Bedeutung richtigem Glauben und echter Buße beigemessen wird.

Frage: Entsagst du dem Teufel und all seinen Werken, dem eitlen Pomp und der Herrlichkeit der Welt, zusammen mit allem habgierigen Verlangen danach, und dem fleischlichen Verlangen der sündhaften Natur, so daß du ihnen weder folgst noch dich von ihnen führen läßt?

Antwort: Ich entsage allem.