Vorsicht vor der Verführerin

Das Buch der Sprüche ist eigentlich ein geistliches Lehrbuch eines Vaters an seinen Sohn bzw. eines Meisters an seinen Schüler. Es enthält ernstgemeinte und zugleich liebevolle Warnungen vor geistlichen Gefahren, die dazu führen können, daß man Schiffbruch im Glauben erleidet. Im fünften Kapitel schreibt der geistliche Vater an seinen Ziehsohn:

Paul Washers Abrechnung mit untreuen Pastoren

In dieser Predigt ruft Paul Washer alle christlichen Leiter auf, die Gemeinde Gottes ausschließlich auf Grundlage der Heiligen Schrift und zur Ehre Gottes allein zu führen. Eine schallende Ohrfeige für die evangelikale Bewegung.

Luther über faule Prediger und Pastoren

In der Vorrede zu seinem großen Katechismus schreibt Martin Luther:

Dass wir den Katechismus so sehr treiben und zu treiben beide begehren und bitten, haben wir nicht geringe Ursache, dieweil wir sehen, dass leider viel Pfarrherrn und Prediger hierin sehr säumig sind und verachten beides, ihr Amt und diese Lehre, etliche aus großer hoher Kunst, etliche aber aus lauter Faulheit und Bauchsorge, welche sich nicht anders zur Sache stellen, denn als wären sie um ihres Bauches willen Pfarrherrn oder Prediger und müßten nichts tun, denn der Güter gebrauchen, solange sie leben; wie sie unter dem Papsttum gewohnt.

1. Petrus 4:12-19 – Gottes Treue in unserem Leid

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12 Geliebte, laßt euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges; 13 sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. 14 Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht. 15 Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt; 16 wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache! 17 Denn die Zeit ist da, daß das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben? 18 Und wenn der Gerechte nur mit Not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und Sünder wiederfinden? 19 Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen und dabei das Gute tun. (1. Petrus 4:12-19)

Gottes Treue

Es gibt viele Teile der Bibel zu denen man erst einen einen besonderen Zugang bekommt, wenn man in einer ähnlichen Lebenssituation steckt, aus der heraus sie geschrieben wurden. Für mich waren die Klagelieder lange Zeit nicht besonders ansprechend, mit Ausnahme des Versprechens von Gottes Treue im dritten Kapitel. Als ich nun unerwartet und kurzfristig mit dem Tod meines Vaters aufgrund eines Schlaganfalls in Verbindung mit einer Lungenentzündung konfrontiert wurde, erfuhr ich Traurigkeit, wie ich sie nie zuvor in meinem Leben empfunden habe. Aber inmitten dieser Trauer hat mich der Herr durch verschiedene wundersame Eingriffe getröstet. Zum einen öffnete mein Vater, der sich ein Leben lang schwer getan hat mit dem Glauben an Gott, und lieber Philosophie und säkulare Literatur gelesen hat, sein Herz für Christus und betete und lud Jesus in sein Leben ein. Dadurch haben wir eine begründete Hoffnung, daß er jetzt in der Gegenwart Gottes ist und in den Lobpreis Jesu und seines Werkes am Kreuz einstimmt. Zum anderen ermutigte mich der Herr durch eine Predigt von Alistair Begg über die Treue Gottes im dritten Kapitel der Klagelieder. Zum ersten Mal nahm ich auch den Kontext wahr, den Zusammenhang absoluter Erschütterung. Ich habe die Predigt mit zitternden Beinen gehört, weil ich in den Worten des Propheten Jeremia meinen eigenen Schmerz ausgedrückt fühlte. Zur gleichen Zeit hob Alistair Begg aber auch die Treue Gottes hervor. Egal, ob wir seine Wege verstehen oder nicht. Er ist einfach treu. Manchmal hilft einfach nur der Lobpreis Gottes. Er ist allmächtig, er ist treu. Wir sind in seiner Hand, unser Leben ist in seiner Hand. Jesus hat bezahlt, sein Zorn ist getilgt. Jetzt ist er nichts als Vater zu uns, der uns in seinen treuen Händen hält. Halleluja.